Es wird eng: Huawei soll die Luft zum Atmen genommen werden

Kaan Gürayer

Neuer Ärger für Huawei: Nachdem die US-Sanktionen nicht erwünschte Wirkung zeigen, plant die amerikanische Regierung nun offenbar eine härtere Gangart gegen den chinesischen Smartphone-Hersteller. Es gibt aber mahnende Stimmen. 

Trotz der US-Sanktionen kann sich Huawei noch immer auf dem Smartphone-Markt behaupten und feiert sogar neue Rekorde. Womöglich ist es genau diese Widerstandsfähigkeit, die die US-Regierung nun bewegt, die Daumenschrauben gegen Huawei weiter anzuziehen.

Huawei: US-Regierung will Sanktionen verschärfen

Innerhalb der Trump-Administration wird daher die Änderung von zwei entscheidenden Regelungen diskutiert, wie Reuters berichtet. Die Änderungen würden es der US-Regierung erlauben, auch den Verkauf von nicht-sensiblen Gütern wie etwa Smartphone-Chips an Huawei einzuschränken, wenn diese mithilfe von US-Technik hergestellt wurden. Ausländische Unternehmen, die rechtlich nicht an die US-Sanktionen gebunden sind, könnten durch eine Neuregelung an die Kandare genommen und gezwungen werden, ihren Handel mit Huawei einzuschränken.

Ob und inwieweit so ein Vorgehen aber mit internationalem Handelsrecht vereinbar ist, bleibt abzuwarten. Handelsrechtsanwalt Doug Jacobson sprach gegenüber Reuters davon, dass so ein Schritt bei US-Verbündeten und US-Konzernen „schlecht ankommen würde.“

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US-Sanktionen gegen Huawei: Achterbahnfahrt geht weiter

Die Spekulationen über eine Verschärfung der US-Sanktionen sind ein weiteres Kapitel im „Zuckerbrot und Peitsche“-Spiel, das die US-Regierung seit Ende Mai 2019 mit Huawei spielt. Auf jede angekündigte Lockerung der Sanktionen folgt zugleich die Ankündigung einer Verschärfung. Bis die USA und China sich auf ein Handelsabkommen geeinigt haben, dürfte die Achterbahnfahrt für den Handyhersteller wohl weitergehen – wohl auch ein Grund, warum der Konzern mittelfristig komplett auf US-Technik verzichten möchte.

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