Bei Amazon jagt gerade ein Skandal den nächsten. Nachdem der Versandriese bereits vor Kurzem einen waschechten Festplatten-Skandal an der Backe hatte, folgen nun die nächsten Probleme. Schuld ist ein kaputtes Amazon-System, das viele Kunden nutzen.

 

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Falsche Produkte von Amazon Warehouse: Festplatten-Schwindel aufgeflogen

Wer kein Problem damit hat, bereits geöffnete oder leicht gebrauchte Ware zu kaufen, der kann bei Amazon ordentlich Geld sparen. Der Online-Riese bietet in seinem Verkaufsprogramm „Amazon Warehouse“ Kundenrückläufer zu einem niedrigeren Preis an – eine Win-Win-Situation. Amazon bleibt nicht auf der Gebrauchtware sitzen und die Kunden bekommen die Produkte besonders günstig.

Das Problem an der Sache: Einige Amazon-Kunden machen sich diese Mechanik anscheinend zunutze, um auf verbrecherische Art und Weise Profit daraus zu schlagen. Im konkreten Fall handelt es sich hierbei um eine Betrugsmasche, dem der Twitter-Nutzer BlissWallpaper zum Opfer gefallen ist. Eigentlich hatte er über das Warehouse-Programm von Amazon eine externe Festplatte mit 16 TB Speicherplatz bestellt, stellte jedoch bereits direkt nach dem Auspacken fest, dass sich Schrammen auf dem Festplattengehäuse befinden.

Seine Befürchtung: Die Ummantelung wurde geöffnet, die Platte gegen ein anderes Modell ausgetauscht und anschließend zurückgeschickt. Und er hatte recht! Nach einem kurzen Check stellte er fest, dass es sich bei der verbauten Festplatte lediglich um ein Modell mit 8 TB Speicher handelt. Eine Betrugsmasche, vor der kein Amazon-Kunde gefeilt ist. Ähnliche Geschichten finden sich in regelmäßigen Abständen im Netz. Vor allem auf teure Hardware-Produkte wie etwa High-End-Grafikkarten oder teure Datenspeicher scheinen es die Betrüger abgesehen zu haben.

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Falsche Produkte bei Amazon: Betrüger zeigen die Probleme mit Warehouse-Deals

Das größte Problem an der Geschichte: Amazon ist sich den Problemen bewusst und prüft daher Retouren noch einmal, bevor sie im Warehouse-Programm wieder zum Verkauf angeboten werden. Das erkennen Kunden unter anderem am entsprechenden „Inspected“-Sticker, den auch BlissWallpaper auf seiner Verpackung fand. Doch anscheinend haben die Mitarbeiter zur Prüfung der Produkte entweder nicht die passende Qualifikation oder aber zu wenig Zeit, um diese gewissenhaft vorzunehmen.

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Andere Nutzer nutzen den Twitter-Thread inzwischen, um auch ihre Geschichten aus dem Amazon-Warehouse-Programm mit der Welt zu teilen. BharatShukla008 etwa berichtet, dass er statt einer NVMe-SSD einen DDR2-RAM-Riegel erhalten hat, der in der Mitte durchgeschnitten und mit dem passenden Sticker überklebt wurde.

Für Amazon scheint das Betrugsproblem jedoch nicht groß genug zu sein – sonst hätte man bereits vor Jahren entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet, um solche Fehler zu verhindern. Am Ende wird es sich für den Versandriesen schlichtweg rechnen, da sich die Menge der Vorfälle doch in Grenzen hält.