Fractured Minds ist kein Horrorspiel, wenngleich es aus dem Horror heraus geboren wurde und euch zeigen kann, was Angst oder Depressionen im echten Leben bedeuten. Das sind 1,99 Euro auf PS4, Switch, Xbox One oder PC, die ihr ausgeben solltet.

 

Indie Games

Facts 

That Dragon, Cancer zeigte uns auf schreckliche Art, was es bedeutet, das eigene Kind an Krebs zu verlieren. Das kostenlose Depression Quest ließ uns eine Depression durchleben, Hellblade: Senuas Sacrifice warf uns in die höllischen Abgründe einer Psychose. Es ist also nicht das erste Mal, dass ein Spiel vom puren Unterhaltungswert abweicht und uns Erfahrungen machen lässt, die viele von uns – zum Glück – nie wirklich durchleiden müssen.

Nun ist da Fractured Minds. Ein rund 20-Minuten-langes Erlebnis, das euch über sechs Kapitel und Rätsel hinweg in eine verzerrte Welt entführt, die Angst, Isolation, Depressionen und Parannoia wiederspiegelt. Wie fühlt es sich an, mit einer psychischen Erkrankung durch das Leben zu laufen? Nicht jede Störung wird behandelt, und nicht jedem werdet ihr es anmerken, wenn er unter Depressionen leidet. Es gibt viel, was ihr euch für 1,99 Euro kaufen könnt – aber ich möchte annehmen, kaum etwas kann euch mehr für diesen geringen Geldbetrag bieten. Also los, lasst den 2-Euro-Snack bei Aldi im Regal stehen und kauft euch stattdessen Fractured Minds! Oder werft erst einmal einen Blick in den Trailer:

Fractured Minds – Trailer

Damit nicht genug, gehen 80 Prozent der Erlöse von Fractured Minds an die Entwicklerin und Safe in Our World – eine Initiative der Spielindustrie, welche den öffentlichen Diskurs über psychische Erkrankungen anregen möchte. Und ja, das ist etwas, worüber wir uns Gedanken machen sollten. Allein deshalb, weil Spiele durch ihre Interaktivität ohne Frage wichtig sind, wenn es darum geht, Verständnis sowie Wissen über psychische Krankheiten zu wecken und weiterzugeben.

Das könnte dich auch interessieren:

Bilderstrecke starten(15 Bilder)
Die 13 besten Puzzle- und Rätselspiele

Fractured Minds wurde im Übrigen von einer gerade einmal 17-jährigen jungen Frau entwickelt, die selbst unter einer starken Angststörung leidet. Für das Spiel bekam sie etliche Preise sowie einen BAFTA, also ja – es ist gut. Ihr werdet es nicht bereuen.