4 GB LTE im Telekom-Netz, monatlich kündbar, für 10 Euro im Monat – das ist fraenk, der aufs Wesentliche reduzierten SIM-only-Tarif von Congstar. Aktuell bekommt ihr den ersten Monat kostenlos. Aber wie gut ist der Tarif? Gibt es einen Haken? GIGA hat sich fraenk näher angeschaut.

Update am 02.09.2020:
Die Aktion wurde verlängert: Den ersten Monat ist fraenk kostenlos. Außerdem profitiert ihr noch bis Ende des Jahres von der Mehrwertsteuersenkung und zahlt nur 9,75 Euro/Monat. Wer auf der Suche nach einem möglichst unkomplizierten, monatlich kündbaren SIM-only-Tarif im Telekom-Netz ist, der ist bei fraenk genau richtig. Sogar das lästige Online-Ident-Verfahren bei Abschluss entfällt – bei fraenk könnt ihr euch ganz einfach mit eurem PayPal-Konto identifizieren.

fraenk: Allnet-/SMS-Flat & 4 GB LTE im Telekom-Netz für'n 10er im Monat

Achtung, komplizierte Familienverhältnisse: Die Telekom hat mit Congstar eine eigene Mobilfunktochter. Congstar wiederum stellt die eigenen Dienste anderen Marken zur Verfügung, etwa den Supermarktketten Rewe und Penny. Seit April 2020 gibt es aber eine neue Untermarke von Congstar: fraenk. Und wer das Ganze erstmal testen möchte, bekommt den 1. Monat gratis. Bei einem Tarif, der monatlich kündbar ist, heißt das: Völlig risikofrei und wirklich kostenlos.

Mehr Infos auf fraenk.de

fraenk verspricht ein einfaches Vertragskonzept. Für 10 Euro im Monat erhält man 4 GB LTE-Daten im Telekom-Netz, Allnet-Telefonie und SMS. Doch ist das ein gutes Angebot? Im Groben: ja. Doch es gibt Nachteile, die sich erst im Detail offenbaren. GIGA klärt für euch, was fraenk bietet, mal abgesehen vom etwas seltsamen Namen.

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fraenk: Das Angebot des Handytarifs

Kein Blödsinn, wenig Kleingedrucktes, nur ein Tarif – das sind die Leitlinien, die das Angebot von fraenk mit seinem Markenauftritt transportiert. Klingt erst einmal ganz gut, aber wir möchten genauer hinschauen. Denn auch der fraenk-Mobilfunkvertrag – richtig, es gibt nur einen – ist trotz interessanter Ansätze nicht ganz frei von Fallstricken. Die sollte man kennen.

Zu den Kernfakten: fraenk bietet

  • eine SMS- und Telefonie-Flat in alle deutschen Netze
  • 4 GB LTE-Datenvolumen
  • eine Download-Geschwindigkeit von maximal 25 MBit/s, maximal 5 MBit/s im Upload
  • alle Dienste im Netz der Telekom
  • eine Gebühr von 10 Euro im Monat
  • monatliche Kündbarkeit

Lassen wir die teils deutlich billigeren Tarife im o2- und im Vodafone-Netz außen vor – für so manchen Kunden ist ein Tarif im Telekom-Netz alternativlos. Auf dem Papier ist fraenk jedenfalls ein gutes Angebot, wie gesagt: fürs Telekom-Netz. Aber kein Preisbrecher, denn die ebenfalls von Congstar bereitgestellte Prepaid-Angebote von Rewe/ja! mobil und Penny bieten Tarifoptionen mit Allnet-Flat und LTE25 für vergleichbare Preise an. 3 GB Daten kosten dort jeweils 7,99 Euro für 28 Tage, 5 GB 12,99 Euro. Das fraenk-Angebot sortiert sich ungefähr in der Mitte ein, was Preis und Datenvolumen angeht.

Dank der monatlichen Kündbarkeit bei fraenk ist man ähnlich flexibel und weil ein Kalendermonat (durchschnittlich 30,4 Tage) als Abrechnungszeitraum statt der 28-Tage-Flats bei den Prepaid-Konkurrenten aus eigenem Hause fungiert, bekommt man rechnerisch sogar noch einen kleinen Bonus heraus. Also alles gut? Nun, man sollte noch ein paar Dinge zum Angebot wissen, bevor man zuschlägt.

Vorteile, Nachteile und Besonderheiten von fraenk

Wir haben uns das Angebot ganz genau angesehen und nennen euch hier die wichtigsten Vor- und Nachteile im Vergleich zu anderen Tarifen.

  • Vorteil/Nachteil: Alles digital. Die Bestellung erfolgt per App (für iPhone und Android), Der Kundenservice ist nur per Internet zu erreichen. Einfach, ja, aber für manche Nutzer auch einschränkend.
  • Vorteil/Nachteil: Alles über PayPal. Es gibt weder Bankabbuchung noch Kreditkarten oder andere Bezahlmöglichkeiten – nur PayPal. Auch hier ist das Fehlen von Optionen nicht unbedingt von Vorteil, auch wenn ein Großteil der Interessenten PayPal haben wird. Ein Vorteil an der Exklusivität ist aber zumindest, dass man sich die Erst-Identifizierung per PostIdent oder VideoIdent sparen kann, die sonst bei der Registrierung einer SIM-Karte nötig ist. Man ist ja bereits über PayPal identifiziert – das reicht anscheinend.
  • Vorteil: Voice over WiFi und VoLTE. Immer noch nicht überall Gang und Gäbe, hier kann man glasklar über die Datenverbindung telefonieren – zumindest, wenn das Handy es unterstützt.
  • Vorteil: EU-Roaming in mehr Ländern. Wer sich im EU-Ausland befindet, kann unter denselben Bedingungen wie im Inland telefonieren und surfen. So weit, so gesetzlich vorgeschrieben. Klasse bei fraenk ist, dass das zusätzlich zur EU den Nicht-EU-Staaten in Großbritannien, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz möglich ist.
  • Vorteil/Nachteil: Keine Anrufe und SMS ins Ausland. Roaming im Ausland, um deutsche Nummern anzurufen oder vor Ort zu surfen ist kein Problem. Was aber, wenn man ins Ausland telefonieren will? fraenk sperrt diese Möglichkeit von Vornherein. An sich gut, denn auch auf diesem Weg wird viel Schindluder getrieben. Wenn man aber mal im Ausland ist und man sich ein Taxi rufen oder den AirBnB-Landlord anpingen will, geht das nicht.
  • Vorteil: Kostenpflichtige Sonderrufnummern gesperrt. Fast niemand ruft bewusst auf 0900er- und ähnlichen Nummern an, hier wird das Schlupfloch für viele Betrugsmaschen automatisch gestopft.
  • Vorteil: Rufnummernmitnahme zu anderem Provider kostenlos. Die Kosten für die Rufnummernmitnahme wurden zwar vom Gesetzgeber gerade auf 6,82 Euro gedeckelt, bei fraenk wird aber von vornherein keine Gebühr erhoben. Das ist fair. Auch die Portierung einer Nummer zu fraenk ist übrigens mittlerweile möglich, nachdem das zum Start des Angebots noch nicht ging.
  • Vorteil: Kein MMS-Versand möglich. Mal ehrlich, wer braucht MMS? Abgesehen von versehentlich versendeten Bildnachrichten, wenn iPhone- und Android-Nutzer miteinander texten, gibt es keinen echten Anwendungsfall für die immer noch ruchlos überteuerten Multimedia-Nachrichten. Mit dieser Sperre kann man nicht MMSen und muss folgerichtig dafür auch nicht blechen.
  • Nachteil: Keine Daten nach erreichtem Limit. In praktisch jedem Vertrag kann man nach Erreichen des Inklusiv- oder gebuchten Volumens noch mit niedriger Geschwindigkeit weitersurfen. Spaß macht das zwar nicht, um mal eine Textnachricht per WhatsApp zu verschicken, reicht's aber. Nicht so bei fraenck: Sind die 4 GB verbraucht, wird die Verbindung komplett gekappt. Dann heißt es manuell nachbuchen: 2 GB extra kosten 5 Euro. Happiger Preis!
  • Nachteil: Keine eSIM. Schade, dabei wäre das ein prädestinierter Tarif für die virtuellen SIM-Karten. Per Internet könnte man die ohne Aufwand und Wartezeit direkt ins iPhone einbuchen, der SIM-Slot im Gerät wird dann für „echte“ SIMs benutzt, etwa wenn man im Ausland eine Zweitkarte braucht. Geht aber nicht.
  • Nachteil: Kein 5G, LTE „langsam“. LTE gibt's bei fraenk nur bis maximal 25 Mbit/s. Das sollte aber für praktisch alles reichen, was man am Handy macht – selbst um Videos auf YouTube, Twitch und Netflix anzuschauen reicht die Geschwindigkeit. Vom neuen und immer besser ausgebauten 5G-Netz der Telekom profitiert man als fraenk-Kunde jedoch (noch) nicht.

Unser Fazit zu fraenk

Unterm Strich ist fraenk ein Tarif, der eine relativ definierte Zielgruppe hat. Wer online shoppt und sich mit dem Internet auskennt, wird a) mit den Einschränkungen leben können und b) zu schätzen wissen, dass man mit fraenk sicher sein kann, jeden Monat exakt 10 Euro zu zahlen – praktisch alle Faktoren für „böse Überraschungen“ sind im Leistungsumfang eliminiert worden. Im Ausland kann man unter Umständen Probleme bekommen, hier sollte fraenk nachlegen – etwa mit zusätzlich buchbaren Tagesoptionen fürs Ausland.

Alle Infos auf fraenk.de

Alternativen zu fraenk

Die bereits erwähnten Prepaid-Tarife bei Penny und Rewe sind gute Angebote, bei denen man sogar mal einige Zeit „aussetzen“ kann und trotzdem erreichbar bleibt. Man kann sie außerdem komplett offline kaufen und aufladen. Beide Vorteile machen sie auch sinnvoll für Kinder und Jugendliche, die ihr Handy vom eigenen Taschengeld betreiben sollen. Abseits des Telekom-Netzes gibt es natürlich zahlreiche Angebote, die ebenfalls monatlich kündbar und teils deutlich billiger sind, vor allem bei den zahllosen Drillisch-Marken. Mehr in unserer Übersicht zu den besten monatlich kündbaren Handytarifen.