Galaxy S10 ausgetrickst: Samsung äußert sich zu ungewöhnlichem Fall

Simon Stich 5

Wer ein Galaxy S10 von Samsung besitzt und darüber hinaus eine Schutzfolie für das Display einsetzt, der könnte ungewollt ein großes Sicherheitsrisiko eingehen. Unter Umständen soll es möglich sein, dass nicht nur der Besitzer das Handy entsperren kann. Wie kann das überhaupt möglich sein?

Samsung Galaxy S10: Displayschutz als Risiko

Smartphones sind bekanntermaßen fragile und mitunter sehr kostspielige Geräte, da liegt es auf der Hand, sie besonders zu schützen. Neben einem Case setzen manche Nutzer auch auf eine Folie, um das Display besonders zu schützen. Kein Wunder, bedeutet ein gesplittertes Display doch in der Regel einen tiefen Griff in die eigene Tasche. Beim Galaxy S10 von Samsung kann ein Displayschutz aber auch ein Sicherheitsrisiko darstellen, wie sich jetzt zeigt.

Einem Bericht von SamMobile zufolge können bestimmte Folien dafür sorgen, dass nicht nur der Besitzer, sondern im Grunde jeder das Handy entsperren kann – mit weitreichenden Folgen, wie leicht auszumalen ist. Setzt der Displayschutz auf Flüssigkleber, um besonders fest auf dem Screen zu liegen, kann der Entsperrmechanismus unter Umständen ausgetrickst werden.

Samsung setzt beim Galaxy S10 auf einen Fingerabdruckscanner, der sich direkt im Display befindet. Mit Ultraschall wird der Fingerabdruck des Besitzers besonders schnell erkannt – und genau hier liegt das „Problem“, wenn bestimmte Folien auf dem Scanner liegen. Schon in der Vergangenheit war es zu Sicherheitsproblemen im Zusammenhang mit der Identifizierung gekommen.

Was wir vom Galaxy S10 und den Schwestermodellen halten, seht ihr hier im Video:

Samsung Galaxy S10 vs. S10e vs. S10 Plus.

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Samsung schiebt Schuld von sich

SamMobile zufolge ist einem Nutzer aufgefallen, dass sich sein Galaxy S10 auch von anderen Menschen entsperren lässt. Er hatte bei Ebay eine besonders günstige Schutzfolie für 3 US-Dollar gekauft, heißt es. Um welche Folie es sich im Detail handelt, wurde nicht bekannt gegeben.

So schön soll der Nachfolger des Samsung Galaxy S10 aussehen:

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Samsung ist sich dem Problem bereits bewusst, sieht die Schuld aber nicht bei sich selbst oder den eigenen Produktionsmethoden. Vielmehr sei es der Hersteller der Folie, der nicht sauber gearbeitet haben soll. Dennoch sollte der Konzern die Sache nicht zu sehr auf die leichte Schulter nehmen. Wenn bereits eine Investition von wenigen Euros ausreicht, um die Identifizierung auf einem Flaggschiff-Handy auszutricksen, kann definitiv von einem Sicherheitsrisiko gesprochen werden. Samsung empfiehlt derweil, nur die offiziellen Folien des Konzerns einzusetzen. Das Original könnt ihr am besten bei Samsung direkt kaufen.

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