Da ist Intel wohl ein kleiner Fehler unterlaufen. Während einer Präsentation der neuen Grafikkarten-Software konnten Hardware-Fans wahrscheinlich einen kurzen Blick auf die Leistungsdaten der kommenden Intel-GPU für Desktop-PCs werfen – und die enthüllen einige interessante Details.

 
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Intel leakt Grafikkarten-Daten – ein Versehen?

Bislang beherrschen AMD und Nvidia den Grafikkartenmarkt, aber auch Intel will in diesem Hardware-Bereich wieder mitmischen. Bereits seit etlichen Monaten gibt es Gerüchte und Leaks zu den kommenden Grafikkarten des riesigen Konzerns. So soll das Top-Modell etwa die Leistung der aktuellen RTX 3070 Ti erreichen.

Nun gibt es jedoch auch erste handfeste technische Details, die geleakt wurden – und zwar von Intel selbst. Während der Präsentation der eigenen Grafikkarten-Software „Intel Arc Control“ gab es einen kurzen Moment, in dem Intel die Leistungsdaten seiner Grafikkarte unter Volllast zeigte – wahrscheinlich aus Versehen (zwischen 00:29 und 00:30):

Intel Arc Control – Überblick der neuen Features
Intel leakt seine eigene Grafikkarte (Bildquelle: Intel)

Besser als die RTX 3070 Ti?

Im „Live Performance Monitoring“ finden sich einige interessante Angaben. Die GPU-Auslastung liegt zu diesem Zeitpunkt bei 99,5 Prozent, die Taktrate des Grafikchips bei 2.250 MHz, die Temperatur der GPU beträgt 80 Grad Celsius, der Stromverbrauch des Chips liegt bei 172 Watt und die Taktrate des Videospeichers bei 1.093 MHz, was unterm Strich eine effektive Speicherbandbreite von 17,5 GHz ergeben sollte.

Was PC-Spieler freuen dürfte: Der Stromverbrauch der neuen Intel-Arc-Grafikkarte scheint im Vergleich zu den kommenden Modellen von Nvidia erfreulich gering auszufallen. Jedoch sollte man beachten, dass sich der angezeigte Stromverbrauch lediglich auf den Grafikchip bezieht. Der komplette Stromverbrauch der Grafikkarte dürfte also bei über 200 Watt liegen. Unterm Strich könnte das Top-Modell der Intel-Arc-Grafikkarten aber dennoch ein besseres Stromverbrauch/Leistung–Verhältnis als die RTX 3070 Ti bieten.

Ob diese Daten aus dem Video jedoch wirklich von der neuen Intel-Arc-Grafikkarte stammen, ist noch nicht bestätigt. Gleichzeitig wagen wir zu bezweifeln, dass Intel ein Konkurrenzprodukt für seine Präsentation nutzen würde – von daher sind wir uns sehr sicher, dass es sich tatsächlich um Leistungsdaten eines Intel-Arc-Modells handelt.

Was noch offen ist: ein konkreter Starttermin der Desktop-Grafikkarten von Intel. Immerhin steht ein grobes Release-Fenster. Noch im Sommer 2022 sollen die ersten Modelle auf den Markt kommen. Für den Laptop wurden bereits 5 konkrete Varianten angekündigt, die zwei Einsteigermodelle sind bereits in Notebooks verbaut, die sich laut Intel vorbestellen lassen.