In den letzten Monaten hatte man das Gefühl, dass Nvidia jede Woche eine neue Grafikkarte vorstellt. Eine neue Karte gibt es jedoch bislang nirgendwo zu kaufen – und das aus gutem Grund.

Nvidia GeForce Now: Neuer Streaming-Dienst setzt auf einzigartige Grafikkarte

Seit Anfang Februar hat Nvidia mit GeForce Now einen ganz eigenen Streaming-Dienst im Angebot, welcher unter anderem Google Stadia Konkurrenz machen soll. Im direkten Vergleich zum Rivalen erlaubt die Nvidia-Alternative Spiele, die man bereits auf dem PC besitzt, kostenlos auf ein Gerät seiner Wahl zu streamen – darunter Laptops, Macs, Fernseher und Android-Handys.

Die Berechnung der Spiele erfolgt auf den Servern von Nvidia, welche dann den entsprechenden Videostream an den Nutzer sendet. In den Servern kommen jedoch keine normalen Gaming-Grafikkarten zum Einsatz. Stattdessen setzt Nvidia hier auf Workstation-GPUs, deren Leistungsfähigkeit ganz dynamisch an die Anforderungen des jeweiligen Spiels angepasst werden können.

Unter anderem setzt Nvidia für diese Aufgabe die Tesla P40 ein – eine Grafikkarte, die inzwischen zwar etwas in die Jahre gekommen ist, im Vollausbau aber auch heute noch für stolze 6.000 Euro verkauft wird. Doch auch eine neue Grafikkarte kommt in Nvidias Servern zum Einsatz: die Tesla RTX T10-8. Schon im August 2019 wurde die Grafikkarte während der Beta-Phase von GeForce Now entdeckt. Laut Golem wird die Leistungsfähigkeit der Karte so aufgeteilt, dass ein Drittel in etwa einer 2060 entspricht, die anderen zwei Drittel bieten etwa das Leistungsniveau einer RTX 2080 – das kann sich doch sehen lassen.

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So findet ihr heraus, was für eine Grafikkarte in eurem PC arbeitet: 

Welche Grafikkarte habe ich?

Im Gegensatz zur Tesla P40 bietet Nvidia die Tesla RTX T10-8 aktuell jedoch nicht zum Verkauf an. Gut möglich, dass es sich bei der Grafikkarte um eine Sonderanfertigung handelt, die nur für den Einsatz in den GeForce-Now-Servern konzipiert wurde. Doch das ist nicht das einzige Unikat in Nvidias neuen Streaming-Servern.

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Nvidia GeForce GTX 1060, GTX 1660 und RTX 2060 im Vergleich: Welche Grafikkarte lohnt sich wirklich?

Nvidia GeForce Now: Server halten eine weitere Überraschung bereit

Auch beim Prozessor setzt Nvidia auf ein ganz spezielles Modell: den Intel CC150. Hierbei scheint es sich um einen Coffee-Lake-Prozessor zu handeln, der jedoch keinen speziellen Boost-Takt hat. Die CPU scheint dauerhaft mit 3,5 GHz zu arbeiten. Für den Einsatz im Serverbereich kann das durchaus sinnvoll sein, um dem Verbrauch des Prozessors möglichst gering zu halten. Die 8 Kerne und 16 Threads werden gleichmäßig auf zwei Spieler aufgeteilt.