Der erhöhte Rundfunkbeitrag sorgt für einen warmen Geldregen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Neuen Zahlen zufolge darf sich alleine der MDR über ein Plus von 35 Millionen Euro freuen. Nie waren die Einnahmen aus der „GEZ-Gebühr“ höher.

 
Beitragsservice (ehem. GEZ)
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MDR: Rundfunkbeitrag sorgt für Rekordeinnahmen

Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sprudeln, wie Angaben des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) belegen. Für das Jahr 2021 kann sich der öffentlich-rechtliche Sender über ein Plus von 35 Millionen Euro freuen, was einer relativen Steigerung von 4,5 Prozent entspricht. Die Summe dürfte sich aber noch erhöhen, denn alle Beitragszahlungen sind noch gar nicht eingerechnet (Quelle: Presseportal).

Nach Meinung von Experten kann die Entwicklung der Einnahmesituation beim MDR auf andere Sender übertragen werden. ARD, ZDF und Deutschlandradio können sich also auf gestiegene Einnahmen einstellen. Exakte Zahlen zur „GEZ-Gebühr“ für das Jahr 2021 werden aller Voraussicht nach erst Mitte Juni 2022 mit dem Jahresbericht der Beitragseinzugsstelle öffentlich gemacht. Bereits 2020 konnten die Sender auf Einnahmen in Höhe von 8,1 Milliarden Euro verweisen.

Der Rundfunkbeitrag ist rückwirkend zum 20. Juli 2021 auf 18,36 Euro pro Haushalt und Monat gestiegen. Zuvor waren es über mehrere Jahre hinweg monatlich 17,50 Euro. Der Streit um die Erhöhung ging bis vor das Bundesverfassungsgericht, nachdem Sachsen-Anhalt das Vorhaben blockiert hatte.

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Keine Erhöhung des Rundfunkbeitrags geplant

Zumindest bis zum Jahr 2024 ist die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender über die aktuelle Summe gesichert, wie die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) im Februar erläuterte. Rückstände sorgen allerdings für ein riesiges Loch, weshalb mit Mindereinnahmen von fast einer Milliarde Euro gerechnet wird.