Die PS5 lohnt sich nicht – zumindest nicht für mich. Davon bin ich bislang ausgegangen. Durch eine glücklichen Fügung bin ich jetzt trotzdem an Sonys Next-Gen-Konsole gekommen und schon nach wenigen Momenten ist mir klar geworden: Ich lag komplett daneben!

 
PlayStation 5
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Ein Kommentar von Robert Kohlick:

PS5: Schneller als die Konsolen-Polizei erlaubt

Während viele Sony-Fans seit dem Verkaufsstart der PS5 im November 2020 krampfhaft versuchen, eine der umkämpften Next-Gen-Konsolen zu ergattern, habe ich mich entspannt zurückgelehnt und weiter auf meiner PS4 Pro gezockt. Echte Exklusivtitel für die neue Sony-Konsole gibt es kaum – und die wenigen, die bereits erhältlich sind, konnten mich nicht hinterm Ofen hervorlocken. Außerdem steht in meinem Wohnzimmer noch immer ein klassischer Full-HD-Fernseher mit 60 Hz. Die zusätzliche Grafikleistung der PS5 hätte also keinerlei Mehrwert für mich.

Und da ich die lahme Festplatte meiner PS4 Pro gegen eine passende SATA-SSD ausgetauscht habe, hält die PS5 auch keinen echten Vorteil bei den Ladezeiten für mich bereit – zumindest dachte ich das. Doch dann konnte ich mir bei Saturn ein PS5-Bundle schießen. Und nach ein paar Wochen gebe ich gerne zu: Ich lag völlig falsch.

Neben dem PS5-Ferrari wirkt meine verbesserte PS4 Pro in Sachen Ladezeit wie ein getunter Opel Corsa. Ja, im Vergleich zur Version mit klassischer Festplatte laden meine Spiele auf der Last-Gen-Konsole dank SSD verhältnismäßig flott, aber auf der PS5 kann man quasi nicht mal mehr von Ladezeiten sprechen.

Der interne Konsolenspeicher der PS5 fällt recht klein aus. Ein Glück lässt er sich in Windeseile erweitern. Wie ihr das anstellt – und was ihr dafür braucht – verraten wir euch im Video:

Mehr Speicher für die PS5: So einfach geht's – TECHtipp Abonniere uns
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PS5, aber kein 4K-Fernseher: Lohnt sich das?

Bei FIFA 22 auf der PS5 gibt es nur einen kurzen Splashscreen, danach die Anmeldung auf den Servern – und schon bin ich im Hauptmenü, wenige Sekunden später direkt im Spiel. Vorbei sind die Zeiten, in denen ich auf „Spiel starten“ drücke und mir erstmal was aus der Küche zu trinken holen gehe. Ich lande ohne Umschweife auf dem Platz und kann losbolzen. Das gleiche Phänomen bei Assassin's Creed Valhalla. Trotz SATA-SSD braucht meine PS4 Pro über eine Minute, um mich vom Hauptmenü ins Spiel zu verfrachten. Bei der PS5 hingegen kann ich kaum den ersten Tool-Tipp lesen, bevor ich mit Eivor in England lande.

Um die Ladezeiten möglichst kurz zu halten, müssen Spieler jedoch auch die PS5-Version ihrer Games starten. Ansonsten fallen die Unterschiede zwischen Last- und Next-Gen-Konsole relativ gering aus, wie unser Videovergleich eindrucksvoll belegt:

PS4 Pro vs. PS5: So schnell ist die PS5 wirklich Abonniere uns
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Würde ich also sagen, dass sich der Kauf der PS5 für mich gelohnt hat, obwohl ich einen großen Teil der Features gar nicht nutzen kann? Absolut! Allein die schnelleren Ladezeiten reichen für mich vollkommen ausobwohl ich die Konsole an sich immer noch unfassbar hässlich finde.

Würde ich deshalb jedem Spieler, der noch keinen 4K-Fernseher bei sich stehen hat, dazu raten, sich auch die PS5 zu besorgen? Auf gar keinen Fall. Nur die wenigsten von euch werden so ungeduldig wie ich sein und sich so sehr über die Verkürzung der Ladezeiten freuen.

Mein allgemeiner Ratschlag bleibt bestehen: Wer keinen passenden 4K-Fernseher sein Eigen nennt, kann sich die PS5 sparen. Und wer insgesamt keinen Bock auf 4K hat, sollte sowieso lieber zum Geheimtipp der aktuellen Konsolengeneration greifen: der Xbox Series S. Die ist immerhin durchgehend verfügbar und auch deutlich günstiger zu haben.

Mein Kollege Daniel kommt nach über einem Jahr mit seiner PS5 übrigens zu einem ganz anderen Fazit als ich:

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