Gestohlene iPhones: Deutschland lockt Apple aus der Reserve

Thomas Konrad

Apple gibt in halbjährlichen Schritten bekannt, wie viel Behördenanfragen beispielsweise zu Geräten wie dem iPhone und Nutzerdaten eingehen. Im aktuellen Bericht sticht ein Land besonders hervor: Deutschland. 

iPhone als Diebesgut heiß begehrt? Tausende Anfragen stammen aus Deutschland

Im firmeneigenen Transparenzbericht gibt Apple unter anderem darüber Auskunft, welche Länder behördliche Anfragen an den iPhone-Hersteller stellen – und wie viele. Im Zeitraum von Januar bis Juni 2019 sticht Deutschland dabei aus der Menge hervor, in zweierlei Hinsicht: Von 31.778 Anfragen zu verlorenen oder gestohlenen Geräten kam fast die Hälfte (13.558) aus Deutschland. Der Großteil der Anfragen bezog sich laut Apple auf gestohlene Geräte.

Insgesamt beziehen sich die Anfragen aus Deutschland laut Apple auf 21.368 Geräte. Immerhin ein Zeichen dafür, dass die Behörden hierzulande den Gerätediebstahl penibel verfolgen. Am zweithäufigsten stellten US-amerikanische Behörden Anfragen zu Geräten, nämlich in 4.796 Fällen. Andere Länger, Australien etwa, scheinen ihre Anfragen eher zu bündeln: Von hier gingen rund 1.800 Anfragen zu über 120.000 Geräten aus.

Auch bei Geldangelegenheiten ist Deutschland mit 1.072 Anfragen Spitze: Diese seien Apple zufolge durch Untersuchungen zu Kreditkarten- oder iTunes-Gutschein-Betrugsfällen begründet.

Transparenz im Hinblick auf Privatsphäre ist für Apple auch ein Argument für das iPhone:

Privatsphäre auf dem iPhone: Apples anschaulicher und listiger Spot dazu.

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Apple gibt in vier von fünf Fällen Auskunft

Auf Geräteanfragen aus aller Welt antwortete Apple laut dem Bericht (PDF zum Download) in 82 Prozent der Fälle. Bei Finanzangelegenheiten kam in 74 Prozent aller Fälle eine Antwort.

Der Transparenzbericht schlüsselt auch auf, wie oft Behörden zu Account-Daten anfragen: In Deutschland ist dieser Anteil mit 459 Fällen vergleichsweise hoch und vergleichbar mit Brasilien, Taiwan oder dem Vereinigten Königreich. In drei von vier Fällen erteilte Apple Auskünfte – und die können auch E-Mails, Fotos und Kontakte beinhalten.

Auch Notfälle sind Teil des Berichts: Zeitkritische Anfragen, die die Gesundheit oder Sicherheit einer Person betreffen, bearbeitet bei Apple ein spezielles Team rund um die Uhr. Das Unternehmen entscheidet je nach Fall selbst, ob Informationen herausgegeben werden. Im ersten Halbjahr 2019 erhielt Apple aus Deutschland 20 Anfragen dieser Art – in 19 Fällen gab der Hersteller Daten heraus.

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