Ghost Recon: Breakpoint soll zwölf neue Missionen am Tag bekommen – Quantität statt Qualität?

Daniel Hartmann 1

Ubisoft möchte seinen Open World-Shooter Ghost Recon: Breakpoint für seine gesamte Lebenszeit mit neuen Inhalten versorgen und plant jeden Tag zwölf neue, sogenannte Fraktionsmissionen zu veröffentlichen.

Spieler werden in Ghost Recon: Breakpoint einiges zu tun bekommen. Ubisoft plant ab Launch, täglich ein Dutzend neue Missionen von den diversen Fraktionen im Spiel hinzuzufügen. Diese Dailys sind vermutlich dazu da, den Spieler gerade zwischen größeren Content-Updates beziehungsweise DLCs zu beschäftigen. Auch ist es nicht ausgeschlossen, dass mit kommenden Erweiterungen auch neue Fraktionen dazu kommen.

Ghost Recon Breakpoint: Der Schwur, Live-Action-Trailer mit Jon Bernthal.

Meinung – Lebensverlängernde Maßnahmen?

Wenn Ubisoft nicht ein paar Hundert Missionsdesigner für Ghost Recon: Breakpoint hat, wird bei zwölf täglichen Missionen vermutlich kein Preis für exzellentes Storytelling angestrebt. Solche Dailys gibt es in fast jedem Service-Game und sind eher generischer Natur. Ob ich nun für Fraktion X einen starken Gegner ausschalte oder für Fraktion Y, dürfte nicht wirklich relevant sein. Das diese Missionen sich wiederholen werden, dürfte klar sein.

Ordentlich gemacht und mit einer motivierenden Belohnung ist gegen Dailys eigentlich nichts einzuwenden, vor allem wenn sie optional sind. Zwölf an einem Tag, und das jeden Tag, klingt aber nach viel zu viel und könnte je nach Länge der Missionen ziemlich anstrengend werden. Vermutlich folgen Aufgaben wie „Schließe 50 Fraktionsmissionen in einer Woche ab“, um einen Waffenskin oder ein bisschen von irgendeiner in-game-Währung zu bekommen. Ich will hier nicht vorschnell urteilen, aber die Aussicht darauf, viele Stunden generische Missionen zu spielen, klingt eher nicht so reizvoll.

Vielleicht findet Ubisoft aber einen guten Weg, einigermaßen ansprechende Missionen zu gestalten, die nennenswerte Beute versprechen und für die sich ein bisschen Grind sogar lohnt. Entwickler laufen durch solche Dailys häufig Gefahr, das Spiel künstlich bis zum nächsten kostenpflichtigen DLC zu verlängern. Darauf stehen Spieler zu Recht nicht. Was bringen solche lebensverlängernden Maßnahmen, wenn das Spielen keinen Spaß macht?

Die Beta wird auch die Fraktionsmissionen enthalten

Am 5. September 2019 (12 Uhr) startet für Vorbesteller und Uplay+-Abonnenten eine Beta-Phase auf den Plattformen PS4, Xbox One und PC. Falls du nicht zu einer dieser beiden Gruppen gehörst, kannst du noch versuchen dich bei Ubisoft für die Beta zu registrieren. Das Ende der Beta ist am 9. September, ebenfalls um 12 Uhr. Der Pre-Load kann bereits jetzt gestartet werden.

Spieler bekommen in der Beta nur einen Teil von Ghost Recon: Breakpoint zu Gesicht. Zwei der Hauptmissionen, ein paar Nebeneinsätze, sowie die gerade thematisierten Fraktions-Missionen können auf einem begrenzten Teil der Spielwelt getestet werden.

Wer die Beta verpasst, musst sich bis zum  4. Oktober 2019 gedulden, da erscheint Ghost Recon: Breakpoint voraussichtlich für PS4, Xbox One und PC.

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Die wichtigsten First-Person-Shooter der Videospielgeschichte.

Was hältst du von Ubisofts Plan jeden Tag zwölf neue Missionen zu veröffentlichen? Nette Abwechslung oder generische Langeweile? Welches Spiel hat einen guten Weg gefunden, solche Dailys attraktiv in das eigene Gameplay einzubinden? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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