Google Chrome: So soll das Surfen in Zukunft entspannter werden

Holger Eilhard

Seit einigen Jahren ist in allen aktuellen Web-Browsern ein auf den ersten Blick hilfreiches Feature zu finden, welches sich im Alltag mittlerweile jedoch häufig als eher störend erweist. Um das Surfen entspannter zu machen, will Google nun den eigenen Browser weiter optimieren.

Google Chrome: Benachrichtigungsanfragen sollen unauffälliger werden

Was bei Smartphones oder Tablets bereits langem fester Bestandteil des Betriebssystems ist, ist bei Browsern erst seit vergleichsweise kurzer Zeit zu finden. Die Rede ist von Benachrichtigungen, die es im Falle aktueller Browser einer Internetseite erlauben, kurze Infos an seine Nutzer zu übermitteln. Damit verbunden ist aber auch die Anfrage an den Anwender, ob eine Seite derartige Benachrichtigungen überhaupt senden beziehungsweise anzeigen darf.

Wer viel im Web unterwegs ist, wird daher schnell feststellen, dass diese andauernden Berechtigungsanfragen nach kurzer Zeit ziemlich nervig sein können. Im schlimmsten Fall kann bei jedem Besuch einer Webseite eine derartige Anfrage erscheinen. Häufig kommen diese Anfragen etwa nicht erst nach einer längeren Interaktion mit einer Seite, sondern schon beim allerersten Aufruf. Wie die Entwickler von Google Chrome im Chromium Blog (via Golem) nun mitteilen, will man diese Funktionsweise in mehreren Schritten überarbeiten, um so die nervigen Pop-ups zu verhindern. Alternativ kann man derartige Benachrichtigungen im Browser schon heute vollständig deaktivieren.

Die erste Anpassung soll mit Chrome 80, der Anfang Februar in der stabilen Version verfügbar sein soll, an der Oberfläche an sich stattfinden. In den Einstellungen sollen Nutzer zunächst die Möglichkeit haben, auf Wunsch eine dezentere Darstellung der Berechtigungsanfrage zu aktivieren. Stellt Chrome jedoch fest, dass ein Anwender typischerweise die Benachrichtigungen blockiert, wird die Option jedoch automatisch aktiv. Gleiches gilt für Webseiten, für die die Nutzer selten einer Anzeige von Kurzhinweisen zustimmen.

Wie auf der Grafik der Entwickler zu sehen, gilt die Neuerung nicht nur für die Desktop-Versionen von Google Chrome, sondern auch für die mobile Version. Bei der ersten Aktivierung erscheint ein kleines Pop-up, welches die neue Funktion kurz erklärt.

Benachrichtigungen in Chrome: Weitere Verbesserungen im Laufe des Jahres

Die Entwickler kündigten darüber hinaus jedoch schon weitere Verbesserungen an dem Benachrichtigungssystem an. Im Laufe des Jahres will man zusätzlich gegen den Missbrauch durch diese Nachrichten vorgehen. Die betrifft etwa Seiten, die die Web-Benachrichtigungen für Werbung, Malware oder sonstige irreführende Zwecke nutzen.

Der Inkognito-Modus erlaubt auch unterwegs auf dem Smartphone ein privateres Surfen:

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„Inkognito-Modus“ auf dem Smartphone: Surfe sicher und sauber im Web mit iPhone und Co.

Ähnliche Einschränkungen haben auch die Entwickler von Firefox vorgenommen. Version 72 des Browsers zeigt die Anfrage für die Berechtigung erst dann an, wenn man länger auf einer Seite unterwegs war. Das Unternehmen gab an, dass 99 Prozent dieser Anfragen von den Nutzern abgelehnt worden.

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