Wer auf der Suche nach einem günstigen Android-Smartphone ist, könnte in Zukunft eine dicke Überraschung erleben. Eine wichtige Änderung von Google stellt die bisherige Vorgehensweise auf den Kopf. Handy-Nutzer müssen sich umgewöhnen.

 

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Bislang lässt Google Android-Herstellern weitesgehend freie Hand. Mit der Wild-West-Kultur ist bald aber Schluss: In Zukunft wird der US-Konzern die Daumenschrauben deutlich anziehen und schärfere Vorgaben machen, welche Android-Version auf welchen Handys laufen darf.

Android Go ist Pflicht: Google macht Smartphone-Hersteller neue Vorgaben

Den XDA-Entwicklern zufolge soll künftig auf Smartphones mit 2 GB RAM oder weniger nicht die reguläre Android-Version laufen, sondern nur noch das abgespeckte Android Go. Die Änderung soll ab dem vierten Quartal 2020 in Kraft treten und alle Neugeräte betreffen, die Android 10 oder neuer installiert haben. Android 11 geht sogar noch einen Schritt weiter: Geräte, die weniger als 512 MB RAM haben, sind fortan ganz verboten.

Mit den neuen Regelungen will Google wohl sicherstellen, dass die Nutzererfahrung auf Geräten mit schwacher Hardware nicht allzu schlecht ausfällt. Android Go ist ressourcenschonender und bringt viele Google-Apps nur in einer Lite-Variante mit. Die bieten zwar in der Regel die Kernfunktionalität ihrer „großen Brüder“, verzichten aber oftmals auf Komfortfunktionen. In Google Maps für Android Go lassen sich zum Beispiel keine Offline-Karten speichern. Auf solche Features müssen Käufer von günstigen Smartphones in Zukunft wohl verzichten.

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Android-Smartphones ohne Play Store verkaufen sich schlecht

Als Open-Source-Betriebssystem kann Google den Herstellern nicht per se vorschreiben, welche Android-Version sie auf ihren Smartphones und Tablets installieren dürfen. Allerdings würden Geräte, die sich nicht an die Regel halten, eben keinen Zugriff auf den Google Play Store und Google-Apps erhalten. Der Fall Huawei zeigt aktuell, dass es Android-Smartphones ohne entsprechenden Zugriff sehr schwer am Markt haben.