Der Einstieg in die Elektromobilität soll durch Abomodelle für Verbraucherinnen und Verbraucher günstiger und leichter werden. Entsprechend setzen Abo-Anbieter und Hersteller auf Abonnements, sowohl für Verbrenner als auch für die zukunftsträchtigen E-Autos. Experten haben errechnet, ab wann sich ein Auto-Abo lohnt.

Wer die Umwelt schützen will, aber auf einen fahrbaren Untersatz nicht verzichten kann, kauft ein E-Auto. Klingt nach einer ganz einfachen Rechnung, die aber für viele potenzielle Kunden an den hohen Kaufpreisen scheitert. Der Umweltbonus hilft da zwar etwas, aber die bis zu 9.000 Euro werden nicht mehr lange gezahlt. Das neue (Elektro-)Auto einfach zu abonnieren, gilt als eine mögliche Lösung. Aber lohnt sich das?

Günstige E-Autos dank Abo: Es kommt auf die Laufzeit an

Dieser Frage gehen Experten in einer aktuellen Studie nach, an der unter anderem das Center for Automotive Research (CAR) beteiligt ist. Darin errechnen sie: Die Attraktivität von E-Auto-Abos hängt an der Laufzeit: So kommen sich am Beispiel eines Fiat 500e ein auf 48 Monate angelegter Leasing-Preis und ein 24-Monats-Abo sehr nahe.

Das Abomodell hat dabei einen entscheidenen Vorteil: Viele Zusatzkosten sind in gängigen Abonnements inbegriffen, welche die Kunden bei Leasing oder Kauf selbst tragen müssen. Dazu zählen Kosten, die immer anfallen, wie Anmeldung, Versicherung und Wartung, aber auch unerwartete Reparaturen sind bei vielen Abo-Anbietern im Monatspreis enthalten.

Bei E-Autos können All-Inclusive-Abos sogar die Ladekosten mit abdecken. Für Kunden bedeutet das vor allem einen Überblick über die Kosten behalten zu können – ohne böse Überraschungen. Ein Problem bleiben aber die Laufzeiten: Erst bei längeren Verträgen rechnet sich das Abo im Vergleich. Beim Beispiel des Fiat 500e werden 279 Euro pro Monat für zwei Jahre fällig gegenüber 260 Euro im Leasing für 48 Monate. Bei einer Laufzeit von sechs Monaten steigt der Abopreis auf 349 Euro (Quelle: Car Future).

Wer mit dem Gedanken an ein neues E-Auto spielt, sollte mit diesen Irrtümern abschließen:

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Fazit: Ein E-Auto im Abo kann für Wechsler interessant sein

Auto-Abos hätten dazu noch ein Bekanntheitsproblem, so die Studie. 53 Prozent der befragten Personen ohne Erfahrungen mit einem Auto-Abo gaben an, noch nie davon gehört zu haben. Für den Erfolg der Elektromobilität könnten diese aber eine wichtige Rolle spielen, weil sie Flexibilität und Sicherheit zu einem günstigen Preis bieten würden, resümieren die Studienautoren. So lässt sich der neue Antrieb ausprobieren, ohne direkt zu kaufen.

Dabei sollten interessierte Kunden allerdings eines beachten: Beteiligt an der Studie waren mehrere Teilnehmer wie Fleetpool und die Ergo-Versicherung, die direkt von einem hohen Interesse an Abos für Elektroautos und Verbrenner profitieren.