Die Straßenbeleuchtung ist in den letzten Jahren an vielen Orten auf LEDs umgestellt worden. Was sich mit weniger Stromverbrauch bemerkbar macht, hat auch eine dunkle Seite. Wissenschaftler sorgen sich um Auswirkungen auf Menschen und Tiere.

LED-Beleuchtung: Risiken für Menschen und Tiere

Forscher der University of Exeter in Penryn haben eine Studie zur LED-Beleuchtung von Straßen vorgelegt. Das wichtigste Ergebnis: Flächendeckend bei der Straßenbeleuchtung eingesetzte LEDs haben das Farbspektrum in Städten spürbar verändert. Der Anteil der Emissionen im blauen Bereich des Spektrums hat zugenommen, was sowohl für Menschen als auch für Tiere Gefahren bergen könnte. Blaues Licht hemmt die Ausschüttung des schlaffördernd wirkenden Hormons Melatonin.

Insbesondere in Italien, Rumänien, Irland und Großbritannien haben die Forscher einen deutlich höheren Blaulichtanteil gemessen. Dieser sei im Vergleich zu Zeiten, als Natriumdampflampen mit orange-gelbem Licht verwendet wurden, um bis zu 24,4 Prozent gestiegen. In Deutschland und Österreich wiederum hat es beim Anteil des blauen Lichts nur geringfügige Veränderungen gegeben (Quelle: Science).

Die Forscher hoffen, dass negativen Folgen für die Umwelt durch weiße LEDs in der Straßenbeleuchtung in Zukunft stärker betrachtet werden. In einem ersten Schritt würde es helfen, mehr Daten zu sammeln und das Farbspektrum der nächtlichen LED-Beleuchtung regelmäßig zu messen.

Vorteile von LED-Beleuchtung haben die Forscher in ihrer Betrachtung nicht außer Acht gelassen. Zweifelsfrei steht fest, dass LEDs eine deutlich höhere Energieeffizienz besitzen und sich Energiekosten durch den Einsatz senken lassen.

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Weiße LEDs: Biorhythmus wird gestört

Frühe Studien haben bereits gezeigt, dass blaues Licht das Verhalten von Fledermäusen durcheinanderbringt. Sowohl die Bewegung in der Luft als auch das Fressverhalten haben sich verändert. Auch Insekten reagieren anders auf LED-Licht. Durch eine geringere Ausschüttung von Melatonin kann sich auch bei Menschen der Biorhythmus ändern.