Wiederholt sich Geschichte doch? Nachdem bereits Ex-Mutterkonzern Huawei von US-Sanktionen in die Knie gezwungen wurde, droht Honor jetzt das gleiche Schicksal. Der Handyhersteller wird als „Gefahr für die nationale Sicherheit“ bezeichnet.

 
Honor: Huaweis Ableger für „Digital Natives“
Facts 

Rund ein Jahr ist es her, dass Huawei seine Tochtermarke Honor verkaufen musste. Nachdem die USA Huawei auf die „schwarze Liste“ setzten und mit Sanktionen das Leben schwer machten, war ein Verkauf aus finanziellen Gründen notwendig geworden. Kurz bevor Honor als unabhängiges Unternehmen so richtig durchstarten könnte, droht dem Konzern nun aber das gleiche Schicksal (Quelle: South China Morning Post).

US-Senatoren verlangen Sanktionen für Honor

Eine Reihe von republikanischen Senatoren, angeführt vom einflussreichen Florida-Senator Marco Rubio, hat die aktuelle US-Regierung aufgerufen, Honor ebenfalls zu sanktionieren und auf die Blacklist zu setzen. Im Schreiben wird Honor als „Gefahr für die nationale Sicherheit“ bezeichnet und als erweiterter Arm der chinesischen Regierung.

Durch den Verkauf von Honor seien die Machthaber in Peking einer „wichtigen amerikanischen Exportkontrolle ausgewichen“, so Rubio. Das Schreiben wurde auch von den beiden US-Senatoren John Cornyn and Rick Scott unterzeichnet.

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Auffällige Ähnlichkeiten zwischen Honor- und Huawei-Smartphones

Weder Honor noch das US-Handelsministerium oder die chinesische Botschaft in Washington wollten sich zum Schreiben äußern. Lediglich Huawei verwies laut SCMP auf ein früheres Statement, wonach der Konzern keine Anteile mehr an Honor halte und auch sonst nicht in die Geschäftsführung des Unternehmens involviert sei.

Ob das ausreicht, um die republikanischen Senatoren zu überzeugen, ist zumindest fragwürdig – zumal die Ähnlichkeiten zwischen aktuellen Honor- und Huawei-Smartphones doch auffällig sind. Bis auf weiteres dürfte auch Honor im Visier der US-Politik bleiben.