Huawei Mate X: Marktstart des Falt-Handys um mehrere Monate verschoben

Simon Stich

Nach dem Galaxy Fold von Samsung wird auch das Mate X von Huawei später kommen als geplant. Statt schon in diesem Monat soll das Falt-Handy erst im September 2019 veröffentlicht werden. Die Gründe klingen ähnlich wie bei Samsung, doch auch der US-Bann spielt eine wichtige Rolle, wie sich zeigt.

Huawei Mate X: Marktstart des Falt-Handys um mehrere Monate verschoben
Bildquelle: GIGA - Huawei Mate X.

Huawei Mate X kommt nun doch viel später

„Wir wollen kein Produkt veröffentlichen, das unserem Ansehen schadet“ – so fasst ein Sprecher von Huawei laut Wall Street Journal die Problematik zusammen. Nachdem Samsung mit ersten Testexemplaren spektakulär scheiterte und gleich mehrere Elemente des Galaxy Fold überarbeiten musste, steht Huawei vor ähnlichen Schwierigkeiten. Der Konzern würde nun „besonders vorsichtig“ agieren, heißt es. Woran genau Huawei jetzt noch arbeiten muss und warum das drei Monate dauern soll, wurde dabei nicht kommuniziert.

Unklar ist auch, ob es sich überhaupt um technische Probleme handelt oder ob doch eher der US-Bann des Konzerns die wichtigere Rolle spielt. Nach der 90-Tage-Frist dürfen US-Konzerne mit Huawei keine Geschäfte mehr machen. Doch auch jetzt schon ziehen sich mehr und mehr Unternehmen von einer Zusammenarbeit mit Huawei zurück, darunter auch 3M. Für das Huawei Mate X wird allerdings bislang Klebstoff von 3M benötigt, der über den chinesischen Zulieferer BOE den Weg auf das faltbare Smartphone findet. Ob Huawei in kurzer Zeit eine Alternative findet, darf zumindest bezweifelt werden.

Mehr zum Mate X gibt es im offiziellen Video:

Huawei Mate X: Erster Eindruck vom faltbaren 5G-Smartphone.

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Eine weitere, nicht gerade unwichtige Frage betrifft das Betriebssystem. Das Huawei Mate X könnte eines der ersten Smartphones werden, die ohne Standard-Android auf den Markt kommen. Bislang wiegelt Huawei diesbezüglich aber noch ab. Das Mate X sei vor dem US-Bann vorgestellt worden und dürfte der Logik des Konzerns zufolge auch mit Android ausgeliefert werden, heißt es laut Wall Street Journal. Als Alternative müsste Huawei auf eine eigene Lösung setzen: „Wenn wir dazu gezwungen werden, es selbst zu tun, sind wir dazu auch bereit. Wir können es in den nächsten sechs bis neun Monaten umsetzen.“

Das faltbare Handy von Huawei im Detail:

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Huawei Mate X in Bildern: Faltbares Smartphone im Detail betrachtet.

Huawei Mate X kostet 2.299 Euro

Sollte das Huawei Mate X in den kommenden Monaten auf den Markt kommen, dann wird es ebenso wie das Galaxy Fold von Samsung kein Schnäppchen werden. Angeblich soll sich der Preis in Deutschland auf 2.299 Euro belaufen. Für diese Summe gibt es ein 5G-Smartphone mit einem flexiblen Display, das auf eine Diagonale von 8 Zoll kommt, sowie den Top-Prozessor Kirin 980. Mit der dreifachen Kamera sollen Fotos mit bis zu 40 MP möglich sein.

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