Wenn es um Möbel geht, macht Ikea so schnell niemand etwas vor, immerhin ist der schwedische Konzern Weltmarktführer. Doch ein deutscher Konkurrent sticht den Billy-Hersteller aus. Online hat Ikea keine Chance.

 

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Otto dominiert den Online-Handel: Ikea nur halb so stark

Zwar ist gerade die Möbelbranche eine der wenigen, bei denen auch die Kundschaft eher zögerlich beim Onlineshopping mit an Bord war, trotzdem wird auch für Ikea und Co. das Geschäft im Internet immer wichtiger. Umso bitterer ist da der immense Abstand, den der weltgrößte Möbelhändler in Deutschland zum ersten Platz hat. Denn im Segment „Möbel und Haushaltswaren“ führt Konkurrent Otto überdeutlich.

Mit knapp 1,5 Milliarden Euro Nettoumsatz im vergangenen Jahr schafft das Versandhaus aus Hamburg den ersten Platz (Quelle: Statista). Mit „nur“ rund 646 Millionen Euro Jahresumsatz landet Ikea auf Platz 2 und erwirtschaftet online nicht einmal die Hälfte von Ottos Umsätzen, wie aus einer Schätzung von eCommerceDB hervorgeht. Auch Amazon auf Platz 3 hat keine Chance, weitere bekannte Marken spielen im Vergleich noch weniger eine Rolle:

Bei den Online-Umsätzen mit Möbeln und Haushaltswaren übertrifft Otto Ikea und Amazon problemlos (Bild: Statista).

Wie hängt Otto Ikea und Amazon ab?

Aber woran kann das liegen? Zum einen: Otto hat das längere Standing im Versandhandel. Obwohl längst nicht mehr Kern des Konzerngeschäfts, ist der Otto-Katalog noch immer vielen Kunden bekannt. Offenbar hat man sich die Kundenverbundenheit ins Online-Zeitalter mitgenommen.

Auf der anderen Seite ist gerade der Möbelverkauf noch vergleichsweise immun gegen die Abwanderung ins Internet. Laut der Analyseexperten von Statista finden nur etwa 18 Prozent der Möbelkäufe im Handel online statt. Beim Gesamtumsatz dürfte es zwischen Ikea und Otto ausgehen.

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Bei Elektronik mausert sich Otto zudem immer mehr zur echten Alternative zu Saturn und MediaMarkt oder Amazon. In die Auswertung bei Statista flossen unter anderem Haushalts-Elektrogeräte wie Kaffeemaschinen oder Geschirrspüler ein.

Trotzdem zeigt sich: Ikea kann bisher online nicht so sehr überzeugen wie im klassischen Ladengeschäft. Manche Unternehmensentscheidungen dürften zudem dazu beitragen, dass Kundinnen und Kunden Ikea deutlich lieber analog aufsuchen – etwa die 10-Euro-Zulage auf Click&Collect-Bestellungen, die ein Experte als Strafgebühr für Online-Kunden bezeichnet. Die Nachschubsituation ist branchenweit angespannt, dürfte im Vergleich deswegen nicht zum Tragen kommen.