Die Stiftung Warentest hat sich ein Ikea-Produkt genauer angeschaut, das in vielen deutschen Haushalten zu finden ist. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Ikea-Wasserhahn Nyvattnet hat nur mit „mangelhaft“ abgeschnitten. Das schwedische Möbelhaus hat sofort reagiert. 

 
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Update, 28.07.2021: Auf Anfrage von GIGA teilt Ikea mit, die Küchenarmatur Nyvattnet vorsorglich aus dem Programm genommen zu haben. In den kommenden Wochen sollen erneute Prüfungen des Produkts vorgenommen werden.

Originalartikel:

Stiftung Warentest: Schadstoffe bei Ikea-Küchenarmatur

Die Küchenarmatur Nyvattnet ist der Stiftung Warentest zufolge nicht zu empfehlen. Bei einer umfangreichen Untersuchung diverser Wasserhähne unterschiedlicher Hersteller kam das Modell von Ikea auf den zweitletzten Platz. Aufgrund von Schadstoffen wurde die Armatur, die für rund 100 Euro zu haben ist, mit „mangelhaft (5,0)“ bewertet.

Nach 16 Wochen der Nutzung konnte eine Menge an Nickel festgestellt werden, die bei Trinkwasser bedenklich ist. Deutlich besser sieht es in den Bereichen Kupfer und Blei aus. Was Arsen, Antimon und Bismut angeht, hat die Stiftung Warentest bei der Küchenarmatur von Ikea nichts zu bemängeln.

Noch schlechter als Nyvattnet hat das Modell Minta des Herstellers Grohe abgeschnitten. Obwohl mit rund 150 Euro deutlich teurer, lautet das Ergebnis am Ende „mangelhaft (5,5)“. Auch hier stellt Nickel ein großes Problem dar. Zudem wurde bei Inbetriebnahme eine erhöhte Menge an Blei festgestellt. Im weiteren Verlauf der Untersuchung wurden die Blei-Grenzwerte aber wieder eingehalten (Quelle: Stiftung Warentest).

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Ikea und Grohe: Woher stammt das Nickel im Wasserhahn?

Rückstände von Nickel wurden bei mehreren Modellen festgestellt. Hier zeigt sich eine Chrom-Nickel-Schicht verantwortlich. Wird hier nicht ganz so sauber gearbeitet, dann ist die Schicht nicht nur außen, sondern auch im Inneren zu finden. So kommt letztlich ein direkter Kontakt zum Trinkwasser zustande, was wiederum für Menschen mit einer Nickelallergie problematisch sein kann. Allergische Reaktionen wie Hautausschläge sind mitunter die Folge.