Noch in diesem Jahr gibt's den ersten Mac mit Apples hauseigenem ARM-Prozessor – ein MacBook, wie man munkelt. Aber auch der Desktop-Klassiker „iMac“ dürfte kurz darauf neu befeuert werden. Wie der dann aussehen könnte, zeigen eindrucksvolle Konzeptbilder.

Warum sollte sich nur das Innere des iMac ändern? Abseits der neuen ARM-Architektur, hätte der Klassiker nach Jahren der unveränderten Form durchaus eine Frischzellenkur verdient. Der Meinung ist auch Marcos Antonio de Lima, der mit seinem Konzept eines neuen „Apple Silicon iMac“ uns Bilder präsentiert, die uns glatt umhauen – Apple darf sich also gerne ein Beispiel nehmen.

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iMac trifft auf Apples Pro-Display und iPad

Der Gestaltungskünstler ist ein Fan des All-in-One von Apple, er liebt seinen iMac, sehnt sich aber wohl dennoch nach etwas Abwechslung. Sichtlich inspiriert ist sein Entwurf von Apples Pro Display XDR und dem aktuellen iPad Pro – ein schwebendes Display mit schmalen Rand mit schmuckem Ständer im Aluminiumkleid. Doch damit allein ist es noch nicht getan.

Die bisherigen Apple-Chips in iPhone und iPad verzichten auf eine aktive Kühlung, darauf hofft der Designer auch beim neuen iMac, er rechnet ganz fest mit einer passiven Kühlung und den Verzicht auf entsprechende Lüfter. Der massive Standfuß orientiert sich zwar am Pendant des Pro Display XDR, ist allerdings beim All-in-One-Mac um ganze 15 grad geneigt – wirkt am Ende ein Stück dynamischer.

Die aber wohl wichtigste Änderung zum bisherigen iMac ist der Bildschirm selbst. Das Display-Format verlässt die bekannten Pfade (16:9) und weitet sich sichtlich aus. Auffällig entscheidet sich de Lima jedoch gegen einen Ultrawide-Monitor (21:9), hin zu einem eher ungewöhnlichen Verhältnis von 2:1 – die „goldene“ Mitte der beiden zuvor genannten Formate, wenn man so will.

Sicher hingegen sind die Neuerungen von macOS Big Sur, welches in den nächsten Wochen fertiggestellt wird:

Das ist neu in macOS Big Sur

Ob der neue iMac mir ARM-Chip tatsächlich so aussehen wird? Reine Spekulation, aber es ist durchaus denkbar, dass wir Designelemente aus anderen Produkten – wie eben vom Pro Display XDR und iPad Pro – wiederentdecken werden. Immerhin wurden die Arbeiten bei Apple schon immer von den eigenen Entwürfen gegenseitig beeinflusst, eine gemeinsame Handschrift war und ist stets erkennbar. Wünschen würden wir uns ein solches oder zumindest ein ähnliches Design schon ganz gerne für den ersten iMac mit Apple-Chip.

Gestaltungswerkzeuge des Konzepts

Spannend noch: Der Künstler gibt auch einen Einblick in seine Arbeitsweise, so erfahren wir, dass er das Konzept in den Apps Shapr3D und Adobe Dimension realisiert hat. Gut zu wissen: Bei erstgenannter App handelt es sich um eine Anwendung fürs iPad, Dimension wiederum benötigt einen Mac oder PC. Ergo: Kurioserweise also eine Mischung aus beiden Systemwelten, wie vielleicht dann auch die Form des neuen iMacs.

Sven Kaulfuss
Sven Kaulfuss, GIGA-Experte für Apple, Antiquitäten und altkluge Sprüche.

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