Indie-Horror The Blackout Club spricht mit dir, und das ist verdammt gruselig

Marina Hänsel

Nein, nein, nein – was da in der Überschrift steht, ist keine Übertreibung. The Blackout Club redet mit dir. In Echtzeit. Wenn du dein Mikrofon anstellst. Und jetzt sage mir, dass das nicht schauderhaft klingt.

Du willst The Blackout Club noch spielen, und das am besten ohne die Mechaniken hinter dem Grusel zu wissen? Manche Tricks funktionieren nur, wenn du keine Ahnung hast, wie. Dasselbe trifft auch auf den Enhanced Horror-Modus von Questions Stranger Things-eqsuen Teenage-Grusel-Koop-Spiel zu, der dich noch tiefer in seine unwirkliche Welt zieht. Falls du dich nicht spoilern lassen willst, meide den Text unter der nächsten Überschrift.

The Blackout Club heißt uns in einer Stadt willkommen, die jede Nacht zum Leben erwachen – ohne es zu wissen: Jeder einzelne Bürger schlafwandelt und verrichtet Dinge, an die er sich am nächsten Morgen nicht erinnern kann. Einige Jugendliche jedoch wachen während des Blackouts auf, da ihnen aber niemand glauben will, gründen sie den Blackout Club und erkunden die nächtliche Stadt auf eigene Faust. Da beginnt dann dein Abenteuer im 4-Spieler-Koop: Die Nacht wird zum Loop, in dem du stets versuchst, Aufgaben zu Lösen, den schlafwandelnden Erwachsenen zu entkommen und herauszufinden, was verdammt nochmal in dieser Stadt los ist.

Aber du bist nicht allein. Da ist ein Wesen, das du nur sehen kannst, wenn du deine Augen schließt… schau selbst, im Trailer:

The Blackout Club - Launch Trailer.

Wie The Blackout Club mit dir spricht

The Blackout Club ist eine originelle, durchaus schauderhafte Koop-Erfahrung, die du seit 30. Juli – also schon eine ganze Weile – auf PC und Konsolen spielen kannst. Und wenn das Spiel an sich auch schon genug Mystery und Gänsehaut mit sich bringt, steigert der Enhanced Horror-Modus das Ganze auf ein völlig anderes Level. Schaltest du ihn ein, musst du dem Spiel zunächst erlauben, auf weitere Programme zugreifen zu dürfen; unter anderem: Dein Mikrofon.

Das wird nämlich im zweiten Schritt angestellt. Mit Enhanced Horror kannst du im Spiel Rituale durchführen, bei denen du der Geisterwelt Fragen stellen darfst. Die werden, wie du dir jetzt sicher denken kannst, aufgenommen und von The Blackout Club verarbeitet ….

… und dann, lieber Leser, flüstert dir das Spiel die Antwort auf deine Frage ins Ohr.

Zugegeben, nicht jedes Ritual wird beantwortet, aber die Möglichkeit schwebt das ganze Match über im Raum, wie ein geisterhaftes Versprechen. Überhaupt, wer redet denn da? Andere Spieler? Bei Enhanced Horror kannst du tatsächlich die verzerrten Stimmen weitere Spieler hören, aber das ist nur Beiwerk. Nein, wenn dir das Spiel antwortet, dann tut es das ernsthaft und in Echtzeit. Und jetzt der Spoiler: Hinter den flüsternden Stimmen stehen keine Dämonen, sondern Synchronsprecher. Die hören wohl des Öfteren in die Matches hinein und wenden sich dann mit obskuren Nachrichten direkt an die Fragesteller, geben Tipps oder sorgen einfach nur dafür, dass du dich schrecklich unwohl fühlst. Schön.

Wenn du gerne schreist:

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Wenn ich einen Preis für die bizarrste Horror-Mechanik verleihen dürfte, dann hätte ich ihn nur allzu gerne den Entwicklern von The Blackout Club überreicht. Denn sind es nicht die besten Horrorspiele, die über ihre fiktiven Grenzen hinaus irgendwie Einfluss auf uns nehmen können? Und das am besten noch ohne, dass wir es uns richtig erklären können? Die Idee mit den Synchronsprechern mag verrückt und nicht wirklich langlebig sein, immerhin müssen die auch irgendwie bezahlt werden – aber für den Moment ist es doch wunderbar schauderhaft.

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