Während AMD seit dem Sommer 2019 einen echten Höhenflug hinlegt, hat Intel bereits seit einiger Zeit mit diversen Problemen zu kämpfen. Mindestens eines davon könnte sich jedoch bald in Luft auflösen, wenn man aktuellen Gerüchten Glauben schenkt. 

Lieferprobleme bei Intel: Chiphersteller will Produktion auslagern

Intel kommt aktuell auf keinen grünen Zweig. Die Vorstellung der eigenen Grafikkarte während der CES blieb hinter den Erwartungen der Masse zurück, gleichzeitig schafft es der Erzrivale AMD auch noch, dem Branchenprimus in seiner Paradedisziplin die Stirn zu bieten. Man könnte meinen, dass sich alles gegen Intel verschworen hat.

Und dann gibt es ja auch noch die Lieferprobleme, für die man sich bereits Ende 2019 bei seinen Kunden entschuldigte. Damals kündigte man an, dass Intel die eigenen Fertigungskapazitäten erhöhen, aber auch externe Firmen für die Produktion ins Boot holen wolle.

Wie wccftech berichtet, scheint Intel gerade mit dem amerikanischen Halbleiterhersteller GlobalFoundries genau deswegen in Kontakt zu stehen. Laut eines Insiders scheint Intel die Produktion einiger Chips an den Auftragsfertiger abgeben zu wollen. Dazu sollen die Celeron-, Pentium- und Core-i3-Prozessoren gehören. Ob sich das Gerücht bewahrheitet, muss die Zeit zeigen.

Schwere Zeiten für Intel, Partystimmung bei AMD – der CPU-Markt scheint sich in der Wende zu befinden: 

AMD vs. Intel: Wie sich Intel die Butter vom Brot klauen lässt.

Sicherheitslücken bei Intel-Prozessoren: Ein nicht enden wollender Kampf

Doch nicht nur daran hat Intel gerade zu knabbern. Wie ComputerBase berichtet, hat man auch weiterhin mit ZombieLoad zu kämpfen. Das neue Problem trägt den Namen CacheOut, soll aber nicht so gravierend sein wie seine Vorgänger. Damals riet Intel den betroffenen Nutzern in manchen Fällen dazu, sicherheitshalber Hyper-Threading zu deaktivieren und somit auf die Hälfte der Threads zu verzichten.

CacheOut erreicht auf Intels eigener Schweregrad-Skala für Sicherheitslücken „nur“ eine Wertung von 6,5 von 10 Punkten und wird damit als „mittel“ eingestuft. Durch CacheOut können Angreifer Informationen über den L1-Datencache anfordern und abrufen. Immerhin, bei Cloud-Systemen soll die Sicherheitslücke durch den aktuellen Patch beinahe vollständig geschlossen sein.

Ob die Sicherheitslücken ein Grund dafür sind, dass Intels Chips nicht so beliebt sind? 

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Top-10-CPUs: Die aktuell beliebtesten PC-Prozessoren in Deutschland

Gefunden wurde die Sicherheitslücke übrigens nicht etwa von Intel selbst, sondern von einem Mitarbeiter der University of Michigan. Forscher beschweren sich seit dem Aufkommen von ZombieLoad im Sommer des letzten Jahres, dass Intel die Sicherheitslücken nicht ernst nimmt. Stattdessen würde sich der Chiphersteller darauf verlassen, dass die Wissenschaftler Konzeptnachweise für jede kleine Variation der Angriffsszenarien erstellen und sie mit dem Unternehmen teilen.

Was sagt ihr dazu, dass Intel sich gerade in einer mittelschweren Krise zu befinden scheint? Denkt ihr, dass sich der Chiphersteller von diesen Rückschlägen wieder erholen wird? Oder gibt ab sofort AMD den Ton an? Schreibt es uns in die Kommentare.