Intel warnt: Diese Produkte sollen Kunden nicht mehr nutzen

Robert Kohlick

Intel zieht sich aus dem Mainboard-Geschäft für Endkunden zurück. Ganz still und heimlich hat der Chiphersteller nun den Support für die eigenen Motherboards eingestellt – und das kann fatale Folgen für die Kunden haben. 

Support-Ende bei Intel: Keine Updates für hauseigene Mainboards mehr

Eigentlich hatte Intel bereits 2013 bekanntgegeben, dass man sich aus dem Geschäft für Endkunden-Motherboards zurückziehen will, mit Treiber- und BIOS-Updates versorgte der Chiphersteller seine Kundschaft aber bislang trotzdem weiterhin. Nun zieht man aber den Stecker und schickt die teuren Platinen endgültig in Rente. Eine Pressemitteilung gab es hierzu nicht, stattdessen ist das Fachmagazin Heise im Download-Center von Intel über die entsprechende Meldung gestolpert:

Das Ende des Lebenszyklus – dieser Download, das BIOS-Update 0459, ist nach dem 22. November 2019 nicht mehr verfügbar und wird von weiteren Funktions-, Sicherheits-oder anderen Updates nicht unterstützt. Alle Versionen sind verfügbar. Intel empfiehlt Benutzern, das BIOS-Update 0459 zu deinstallieren und/oder die Nutzung so schnell wie möglich zu beenden.

Auszug aus dem Download-Center-Eintrag für das DZ87KLT-75K

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Darum rät Intel dazu, die Nutzung schnellstmöglich zu beenden

Intel scheint auf Nummer sicher gehen zu wollen. Ab dem Zeitpunkt der Support-Einstellung sind die Prozessoren auf den Mainboards ein potenzielles Sicherheitsrisiko, da sie nicht mehr über BIOS-Updates mit Microcode-Aktualisierungen versorgt werden. Die Folge: Die Chips können anfällig für Sicherheitslücken wie Spectre oder Meltdown sein. Einige Microcode-Updates und Patches gegen Sicherheitslücken sollen aber weiterhin über Windows- und Linux-Aktualisierungen ausgeliefert werden.

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Nutzer eines Intel-Mainboards schauen ab sofort also in die Röhre. Zwar dürften sich nur wenige Endkunden die teuren Modelle von Intel geleistet haben, doch auch Unternehmen stehen ab diesem Zeitpunkt vor einem Problem. Hier waren die Boards vor allem aufgrund der Möglichkeit der Fernwartung sehr gefragt.

Gut zu wissen: Diese Einschränkung gilt nur für Endkunden-Mainboards. Server-Boards und NUC-Geräte sollen auch weiterhin mit Updates versorgt werden.

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