Intels geheimer Plan enthüllt: So will der Chiphersteller AMD in Zukunft die Stirn bieten

Robert Kohlick

Intel befindet sich im Zugzwang. Während bei AMD inzwischen ein 7-nm-Fertigungsverfahren zum Einsatz kommt, setzt Intel bislang weiterhin zu großen Teilen auf 14 nm. Kann der Chiphersteller diesen Rückstand noch aufholen? Dank neuer Informationen wissen wir nun, wie Intel AMD in Zukunft die Stirn bieten will. 

Intels geheimer Plan: Das ist die Roadmap für die kommenden Jahre

Auf der Fachkonferenz IEDM (International Electron Devices Meeting) werden in jährlichen Abständen die wichtigsten Durchbrüche im Bereich der elektronischen Bauteile und Halbleitertechnologien vorgestellt. Einige Hersteller zeigen zudem, wie die Pläne der Branche für die kommenden Jahre aussehen und geben damit unter anderem einen interessanten Einblick in die bevorstehenden Weiterentwicklungen bei Prozessoren – so auch ASML.

Das Unternehmen aus den Niederlanden gehört zu den wichtigsten Anbietern für Lithographiesysteme innerhalb der Halbleiterindustrie, auch für Intel. Während der Veranstaltung zeigte ASML folgende Folie, welche Intels Roadmap für die kommenden Jahre zeigt und vom Technikmagazin anandtech weiterverbreitet wurde:

Auf der Folie erkennbar: Chiphersteller Intel hat sich für die kommenden Jahre ganz schön viel vorgenommen. Das Unternehmen plant laut ASML innerhalb der nächsten 10 Jahre sein Fertigungsverfahren so stark zu verfeinern, dass man 2029 in 1,4 nm fertigen kann.

Zum Vergleich: Im Moment setzt Intel bei seinen Desktop-CPUs noch auf 14-nm-Fertigungsverfahren, AMD ist mit Ryzen 3000 auf 7 nm umgestiegen. Zwischen den zweijährigen Umstellungen auf immer feinere Strukturen will Intel die bestehenden Fertigungsverfahren weiter ausbauen – erkennbar an den +/++-Symbolen.

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Intels Roadmap: Nur Spekulation seitens ASML?

Kurz nachdem die Folie ihren Weg ins Netz fand, stellte sich heraus, dass es sich hierbei lediglich um eine von ASML angepasste Folie von Intel handelt, die der Chiphersteller schon in einem anderen Rahmen im September 2019 präsentierte.

Auf der Originalfolie kann man ebenfalls erkennen, dass Intel plant, alle zwei Jahre auf eine neue Knotentechnologie zu setzen, hier werden jedoch nicht die genauen Lithografien mit Nanometer-Angabe genannt.

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Laut anandtech klingen die Aussagen von ASML jedoch durchaus logisch. Des Weiteren hat Intel die Angaben, die von ASML gemacht wurden, bislang nicht dementiert. Es ist also durchaus denkbar, dass die Informationen der Wahrheit entsprechen. Ob dem wirklich so ist, kann am Ende nur die Zeit zeigen.

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