iOS 13.2 Beta vorgestellt: Diese geniale Funktion spendiert Apple dem Update

Holger Eilhard 3

Bereits auf dem iPhone-Event im September hatte Apple auf ein besonders interessantes Feature für das Kamerasystem des neuen iPhone 11 und iPhone 11 Pro hingewiesen. War die Software damals noch nicht reif für das Rampenlicht, will man dies mit iOS 13.2 nun ändern.

Update um 19:24 Uhr: Wie zuvor vermutet, stellt Apple in diesen Minuten die erste Betaversion von iOS 13.2 zur Verfügung. Auch enthält das Update die „Deep-Fusion-Funktionalität“, die bei der Generation aktueller iPhones für noch bessere Fotos sorgen soll. Neben der Beta 1 für iOS 13.2 wurde ebenso auch die Entwicklerversion von iPadOS 13.2 vorgestellt.

iOS 13.2: Deep Fusion soll die Foto-Fähigkeiten erweitern

Mit dem auf dem Apple-Event im vergangenen September vorgestellte Deep Fusion, soll es in Kürze den Besitzern eines neuen iPhone 11 oder iPhone 11 Pro erlauben, bessere Fotos unter nur mittelmäßigen Lichtverhältnissen zu schießen. Sowohl Matthew Panzarino von TechCrunch als auch Nilay Patel von The Verge hatten in den vergangenen Stunden auf eine bald verfügbare Beta-Version von iOS 13.2, welche das neue Feature beinhalten soll, hingewiesen.

Ursprünglich sollte die mit Deep Fusion ausgestattete Beta bereits gestern, Ortszeit in Kalifornien, erscheinen. Im Laufe des Tages kristallisierte sich jedoch heraus, dass wir auf die Verfügbarkeit der Beta-Version noch etwas länger warten müssen. Patel und Panzarino weisen in ihren Artikeln nun auf einen bislang unbekannten Release-Termin hin. Laut John Gruber von Daring Fireball könnte die Beta jedoch bereits heute Abend deutscher Zeit starten. Üblicherweise werden aktualisierte iOS-Versionen um 10:00 Uhr Ortszeit in Cupertino zum Download angeboten; dies entspricht meist 19:00 Uhr deutscher Zeit.

Deep Fusion soll die Fähigkeiten des gesamten Kamerasystems in den neuen iPhones mit A13-Chip nochmals erweitern, in dem es durch Maschinelles Lernen die aufgenommene Szene erkennt und entsprechend aufbereitet. Dies ist laut Apple nur mit der neuesten Hardware möglich, weshalb ältere iPhones kein Deep Fusion erhalten werden.

Das iPhone 11 Pro in unserem Hands-On:

Das iPhone 11 Pro im Hands-On.

iOS 13.2: Deep Fusion fusioniert mehrere Fotos zu einem Bild

Deep Fusion besitzt drei verschiedene Modi, die sich automatisch aktivieren, abhängig davon, welche Kamera für ein Foto genutzt wird und wie hell die aufzunehmende Szene ist. Benutzt man die normale Weitwinkelkamera aktiviert sich Deep Fusion in Szenen mit mittelmäßigem bis dunklem Licht; wird es zu dunkel, greift der Nachtmodus – laut Matthew Panzarino liegt der Wert für die Beleuchtungsstärke hier bei rund 10 Lux. Ist es hell genug, kommt das bekannte Smart HDR zum Einsatz.

Benutzt man hingegen die Kamera mit Teleobjektiv soll Deep Fusion fast immer aktiv sein. Nur in sehr hellen Umgebungen greift Smart HDR ein. Aktiviert man die Ultraweitwinkelkamera wird immer Smart HDR aktiv sein, da die Kamera weder von Deep Fusion noch den Nachtmodus unterstützt wird.

Deep Fusion ist im Gegensatz zum Night Mode laut den Berichten vollständig automatisiert. So gibt es keinen Hinweis, dass das neue Feature aktiv ist und auch eine Möglichkeit zum Deaktivieren gibt es nicht. Auch in den EXIF-Informationen, den Metadaten jedes aufgenommenen Bildes, sollen keine Hinweise zu finden sein. Dies ist laut Apple explizit so gewollt.

Deep Fusion nimmt mehrere verschiedene Fotos der selben Szene auf und kombiniert diese zu einem finalen Foto. Mit Hilfe von 4 separaten Neuralen Netzen werden dabei unter anderem die technischen Details der Kamerasensoren, zum Beispiel das Rauschverhalten, mit berücksichtigt. Die Kombination geschieht von Pixel zu Pixel zwischen den verschiedenen Aufnahmen, um ein möglichst gutes Endresultat liefern zu können.

Dabei analysiert die Software das aufgenommene Motiv und erkennt beispielsweise Himmel, Personen oder Kleidung. Diese Details werden dann jeweils anders bearbeitet. Dieser gesamte Prozess dauert rund eine Sekunde. Wer also schnell genug ist, kann nach der Aufnahme eines Fotos fix auf die Vorschau drücken, um die Veränderung des aufgenommenen Bildes mit ansehen zu können. Die meisten Nutzer werden diesen Prozess jedoch nicht bemerken.

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