Um dies vorweg klarzustellen: Das folgende „iPhone M1“ ist gegenwärtig nur der verrückt geniale Einfall eines italienischen Designers, doch dieses Konzept hat es in sich. Und zwar so sehr, dass wir möchten, dass Apple die Idee kurzerhand „klaut“.

 

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Antonio De Rosa ist kein Unbekannter, der Design-Spezialist aus Italien kreierte in den letzten Monaten so eindrucksvolle Konzepte wie das „iPhone VR“ oder auch Teslas „erstes“ Smartphone. Mit dem „iPhone M1“ genannten Entwurf nimmt sich der Produktgestalter nun einem altbewährten Problem von Apples Smartphones an. Die besitzen nämlich seit dem iPhone X im oberen Displaybereich diese störende Kerbe – genannt „Notch“. Zwar haben sich Nutzerinnen und Nutzer mittlerweile daran gewöhnt, ein ungetrübtes Bildschirmvergnügen wäre dennoch willkommen.

Bild: Antonio De Rosa.

iPhone M1: Asymmetrie verschafft Apple einen Vorsprung

Statt auf bisher weniger ausgereifte In-Display-Kameras zu setzen, wendet der Designer lieber einen Trick an, auf den so bisher noch niemand wirklich gekommen ist. Er verschiebt den quadratischen Kamerabuckel einfach sichtlich aus dem Gehäuse und setzt ihn asymmetrisch ein. Der so gewonnene Raum im Frontbereich wird nun einfach für die TrueDepth-Kamera genutzt – Face ID und Selfies sind weiterhin möglich, aber das darunterliegende Display erstrahlt nun makellos ganz ohne Kerbe. Warum ist denn da bisher niemand darauf gekommen?

Bild: Antonio De Rosa.

Eine direkte Antwort haben wir darauf nicht, aber vielleicht eine Vermutung. So genial die Idee auch sein mag, ein asymmetrisches iPhone ist eher doch sehr gewöhnungsbedürftig. Aber schlecht schaut es nicht aus. Ich meine, wenn man sich zuvor an die Notch gewöhnte, kann man sich sicherlich auch damit anfreunden. Etwaige Experimente mit „Loch-Kameras“ wie für 2022 vermutet und die schon erwähnten Cams unter dem Display kann sich Apple dann schenken. Spart Entwicklungskosten und das finale Ergebnis ist für den Nutzer nicht anders, schon jetzt könnte man von den Vorzügen eines echten Vollformatdisplays profitieren.

Bild: Antonio De Rosa.

Davon ab bietet der Entwurf noch so manches Detail. Der Name suggeriert beispielsweise den Einsatz des Apple M1. Darüber ließe sich streiten, wie sinnvoll es wäre, ein iPhone mit Desktop-CPU zu verwenden. Sinnvoll vielleicht dann, wenn ein solches iPhone mittels Dockingstation als Mac- oder iPad-Ersatz dienen würde. Doch soweit geht das Konzept dann doch nicht.

Noch mehr Features

Freuen könnte man sich beim „iPhone M1“ in jedem Fall über einen verbesserten Klang, denn Lautsprecher befinden sich nicht nur wie gewohnt im unteren Bereich, sondern auch im oberen Bereich des Handys. Die kleinen zusätzlichen Löcher für die Lautsprecher verweisen schon mal darauf.

Bild: Antonio De Rosa.

Erkennbar im Konzept sind zudem ein In-Display-Fingerabdrucksensor und die Existenz eines Lightning-Anschlusses. Letzteres ist dann wieder alles andere als „innovativ“ und dürft selbst von Apple in zwei, drei Jahren bei zukünftigen Modellen „beerdigt“ werden, so die Gerüchteküche.

Bild: Antonio De Rosa.

Dennoch: Schon allein die gewitzte Idee der asymmetrischen Kameraphalanx ist mehr als nur einen Blick wert. Meiner Meinung nach sollte Apple da mal ganz genau hinschauen. Könnte sich für Anwender und natürlich auch für den Hersteller am Ende lohnen. Nur den Mut, so etwas auch tatsächlich umzusetzen, müssen die Damen und Herren in Cupertino schon selber finden.