Kabelloses Laden: Das lernt man aus dem Test der Stiftung Warentest

Sebastian Trepesch 3

Die Stiftung Warentest hat Qi-Ladegeräte unter die Lupe genommen, sprich: Ladegeräte, mit denen man iPhone, Samsung Galaxy S9 und andere Smartphones kabellos aufladen kann. Aus der Untersuchung kann man einige Erkenntnisse ziehen.

Smartphone auflegen, schon lädt es – das ist praktisch. Manche Ladegeräte dienen gleichzeitig als Standfunktion, sodass man am Schreibtisch die eintreffenden Smartphone-Benachrichtigungen im Blick hat. Andere Modelle legt man besser nicht neben den Arbeitsplatz in einem totenstillen Büro, weil ein Lüfter zu hören ist. Als Beispiel sei das Anker PowerWave 7.5 Pad genannt, das GIGA getestet hat. Dank Lüfter führt es die Abwärme besser ab und lädt dafür schneller als gleichstarke Ladegeräte.

Ladegeräte für kabelloses Laden: Testsieger bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 7/2019 (auch online erhältlich) mehrere Induktionsladegeräte getestet. Sowohl bei den flachen Pads als auch bei den Ständern siegte Anker: In der Handhabung und beim Laden überzeugte der Hersteller mit dem PowerPort Qi 10 (Note 2,1) und dem PowerWave 7.5 (Note 2,2). Das PowerPort Qi war gleichzeitig eines der günstigsten Modelle im Test. Doch Achtung: Ein ist hier noch nicht im Lieferumfang.

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Ein „gut“ erreichten aber auch Modelle von Hama, Intenso und Belkin. Dagegen bekamen Samsung und Ikea mit ihren Ladegeräten nur die Note „befriedigend“.

Welche Lehren zu kabellosem Laden kann man sonst noch ziehen?

Der Test gibt weitere Aufschlüsse zu den Produkten und der Technologie, die für den Privatanwender interessant sind. Zum Beispiel, dass der Stromverbrauch aller Geräte hoch ist: Rund 50 Prozent mehr Energie verbrauche der Ladevorgang über die Qi-Technologie gegenüber dem kabelgebundenen Laden. Und auch im Standby verschwenden die Geräte zu viel Strom – teilweise über 2 Watt, statt 0,05 Watt eines Steckernetzteils.

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Noch mehr Energie verschwende man laut Stiftung Warentest, liegen die Induktionsspulen von Ladegerät und Handy nicht genau übereinander. Denn die Ladeschalen gleichen das mit höherer Leistung aus, die sich in Abwärme auflöst. Auch Handy-Hüllen können diesen Effekt verursachen.

Außerdem ist das kabellose Laden meist langsamer als mit einem potenten Netzteil über Kabel. Besonders hochsommerliche Temperaturen bremsen den Vorgang: Bei den Testern dauerte das Aufladen bei 35 Grad Raumtemperatur bis zu acht Stunden, mit Abkühlpausen. Zudem wurden die Akkus meist nur bis 80 Prozent geladen.

Um den Smartphone-Akku zu schonen, empfiehlt die Stiftung Warentest, ein Smartphone nicht dauerhaft auf dem Qi-Ladegerät liegen zu lassen. Weitere Tipps zum Thema gibt GIGA in den Artikeln iPhone-Akku pflegen, so gehts und Lithium-Ionen-Akkus richtig laden.

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