Kein Priorität für AMD: Bekanntes Grafikkarten-Feature scheint Geschichte zu sein

Robert Kohlick 2

AMD verändert seine Prioritäten. Während einer Pressekonferenz gab die Geschäftsführerin Dr. Lisa Su bekannt, dass ein altbekanntes Feature der Grafikkarten aktuell kein Fokus-Projekt mehr für das Unternehmen sei. Doch damit ist der Chip-Hersteller nicht alleine. Auch die Konkurrenz scheint einen ähnlichen Weg einzuschlagen. 

AMD-Chefin bestätigt: CrossFire ist kein Fokus-Projekt mehr

Viele PC-Spieler konnten es sich wahrscheinlich schon denken, jetzt ist es offiziell: CrossFire spielt für AMD vorerst keine wichtige Rolle mehr. Das gab Geschäftsführerin Dr. Lisa Su während des „Hot Chips“-Symposiums in einer Pressekonferenz bekannt:

Um ehrlich zu sein, die Software entwickelt sich schneller als die Hardware. Daher würde ich sagen, dass CrossFire kein wichtiger Schwerpunkt für uns ist.

Dass Multi-GPU-Support für AMD immer irrelevanter wurde, ließ sich schon beim Marktstart der neuen Navi-Grafikkarten erkennen. Sowohl die Radeon RX 5700 als auch die RX 5700 XT unterstützen den Multi-GPU-Modus nur noch unter DirectX 12 oder Vulkan. Die etwas betagteren Programmierschnittstellen DirectX 11 und OpenGL konnten nicht genutzt werden.

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Eine bittere Pille für alle PC-Spieler mit AMD-GPU, die bislang ihre Grafikkarten-Upgrades herauszögerten, indem sie sich eine zweite Grafikkarte des gleichen Modells in ihren Rechner einbauten. Zwar wird weder AMDs CrossFire noch Nvidias SLI oder NVLink von einem wirklich großen Anteil der PC-Spielerschaft genutzt, trotzdem ist es schade, dass die Technologie für AMD vorerst nur noch die zweite Geige spielen wird.

Fehlender Multi-GPU-Support: Nvidia geht einen ähnlichen Weg

Doch nicht nur AMD scheint sich langsam aber sicher von der Unterstützung mehrerer Grafikkarten in einem System verabschieden zu wollen. Auch bei Nvidias aktuellem Grafikkarten-Angebot lässt sich ein ähnlicher Trend feststellen. Nvidias neue Multi-GPU-Lösung NVLink wird erst ab der RTX 2070 SUPER unterstützt. Alle Mittelklasse- und Einsteiger-Karten von „Team Grün“ können also nicht zusammengeschlossen werden.

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Was sagt ihr dazu, dass Nvidia und AMD dem Multi-GPU-Support immer weniger Bedeutung beimessen? Denkt ihr, dass die beiden Konkurrenten damit die Verkäufe von neuen Grafikkarten ankurbeln wollen? Oder macht es Sinn, dass sie die eher mittelmäßig skalierenden Technologien langsam zu Grabe tragen? Schreibt uns eure Meinung zum Thema gerne in die Kommentare.

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