Konkurrenz für AMD und Nvidia? Erste Details zu Intels neuen Grafikkarten enthüllt

Robert Kohlick

Nicht nur AMD und Nvidia arbeiten an neuen Grafikkarten, auch Intel möchte in Zukunft einen Teil des Kuchens abhaben. Nun wurde eine Präsentation geleakt, welche erste Informationen zu Intels neuen Grafikkarten enthüllt – und die haben es in sich.

Neue Grafikkarten von Intel: Geleakte Präsentation enthüllt erste Details

Bereits seit gut einem Jahr ist klar, Intel arbeitet an eigenen dedizierten Grafikkarten. Die ersten Geräte mit Intel-GPUs wurden bereits auf der CES präsentiert, die ersten Ergebnisse blieben jedoch hinter den Erwartungen der Fans zurück.

Doch wie es aussieht, hat Intel noch ein paar weitere Modelle in Entwicklung – und die könnten es ganz schön in sich haben, wenn man den geleakten Informationen von Digital Trends Glauben schenkt. Das Online-Magazin hat laut eigener Aussage Teile einer internen Präsentation aus Intels Data Center zugespielt bekommen, die aus dem Frühjahr 2019 stammen.

Mit anderen Worten: Ganz taufrisch sind die geleakten Informationen zwar nicht mehr, interessante Details halten sie dennoch bereit, wie ein Blick auf diese Tabelle zeigt:

So scheint Intel bei seinen zukünftigen Xe-Karten auf ein Tile-Design zu setzen. Der Chiphersteller arbeitet an GPUs mit einem, zwei und vier Chiplets, die alle unterschiedliche Anwendungsbereiche bedienen dürften – dafür sprechen zumindest die unterschiedlichen TDP-Angaben. Mit der DG1 wurde das 75-Watt-Modell bereits auf der CES präsentiert, fehlen also noch das 150-, 300- und 400-/500-Watt-Modell.

Im CPU-Bereich hat Intel gerade ordentlich mit der Konkurrenz zu kämpfen. Wieso das so ist, erklären wir im Video: 

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Intels Xe-Grafikkarten: Noch keine Leistungsprognose möglich

Alle Grafikkarten scheint es sowohl als SDV (Software Development Vehicle) und als RVP (Reference Validation Platform) zu geben. Die 300-Watt-Version könnte sich als leistungsstarke Alternative zu den High-End-Karten von AMD und Nvidia entpuppen, die 500-Watt-Karte hingegen dürfte nur im Datacenter eingesetzt werden. Dafür spricht zumindest die Spannungsversorgung von satten 48 Volt. Zum Vergleich, normale Gaming-Grafikkarten werden in der Regel mit 12 Volt betrieben. Der Stromverbrauch von Intels Grafikkarten scheint zudem stets über den entsprechenden Konkurrenzmodellen von Nvidia und AMD zu liegen.

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Des Weiteren geht aus den geleakten Dokumenten hervor, dass Intel bei seiner leistungsstärksten Grafikkarte auf HBM2e-Speicher setzen könnte und PCIe 4.0 unterstützt. Angaben zur Anzahl der EU (Execution Units) fehlen bislang noch. Aktuell geht man davon aus, dass die Grafikkarte mit einem Tile im Vollausbau 128 EUs bietet, die 2-Tile-Karte demzufolge 256 und das Spitzenmodell sogar 512 EUs.

Angaben zur Leistungsfähigkeit der Karten können jedoch erst gemacht werden, wenn die ersten Benchmark-Ergebnisse vorliegen. Das kann jedoch unter Umständen noch eine ganze Weile dauern.

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