Bei Banken und Sparkassen beginnt im Kleinen eine neue Ära. Seit zuletzt verschiedenste digitale und mobile Bezahlmethoden Einzug in unseren Alltag gehalten haben, verlieren deren Vorgänger an Bedeutung: GeldKarte und das girogo-Verfahren werden eingestellt.

Aus für Zahlungsklassiker: GeldKarte und girogo angezählt

Viele Bankkunden in Deutschland werden sie noch kennen, obwohl sie inzwischen selten geworden sind: GeldKarte und girogo gehören zu den absoluten Klassikern moderner Banking-Angebote – zumindest haben sie das in den letzten 25 beziehungsweise zehn Jahren getan. Inzwischen ist der Bedarf gesunken. Dem tragen die deutschen Finanzinstitute bald Rechnung: 2024 ist endgültig Schluss (Quelle: Initiative Deutsche Zahlungssysteme).

Die GeldKarte war als Funktion seit 1996 bei vielen Bankkarten integriert. Karteninhaber konnten so ein Prepaid-System auf der girocard (ehemals EC-Karte) nutzen. Einfach einen Betrag aufladen, der dann zum Beispiel zum Bezahlen kleinerer Beträge immer parat war. Seit 2012 hatte man die GeldKarte um eine Funktion zum kontaktlosen Zahlen unter dem Namen girogo erweitert. An unterstützenden Zahlungsstellen war damit mobiles Zahlen möglich.

Beide Zahlungsoptionen haben den aktuellen Verfahren den Weg geebnet, erklärt der Interessenverband Initiative Deutsche Zahlungssysteme, und so die „schnelle und sichere Kartenzahlung mit der girocard“ ermöglicht. Inzwischen würden sie jedoch kaum noch genutzt, die Nachfolger haben längst übernommen. Dazu gehören die direkte Zahlung per girocard sowie die Integration des Kontos per NFC und App in Smartphone oder Smartwatch.

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Letzte Bankkarten laufen 2024 aus

Einige Banken haben bereits begonnen, keine weiteren Karten mit den Funktionen auszugeben. Wer noch eine ältere Karte besitzt, kann damit noch einige Jahre die GeldKarte-Funktion oder girogo nutzen. Bis 2024 sollen noch im Umlauf befindliche Bankkarten ausgetauscht sein. Dann ist endgültig Schluss.

Die girocard selbst ist aber wohl ebenso ein Auslaufmodell. Der Bezahlungsdienst Maestro von Mastercard wird Zahlungen über die deutsche Sonderlösung nicht mehr unterstützen, das dürfte auch für das Konkurrenzangebot V Pay von Visa gelten. Auch äußerlich werden sich unsere Bankkarten in Zukunft sehr verändern.