Mit einer Werbekampagne bei Twitter will Intel potenziellen Kunden Apples M1-Chip madig machen. Allzu viele Gründe für den Wechsel zum PC liefert der PC-Hersteller bisher aber nicht.

 

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Intel: Werbekampagne will Schwachstellen von MacBooks aufzeigen

„Wenn du einen Raketenstart durchführen und Rocket League starten kannst, hast du keinen Mac. Kauf dir einen PC“, lautet die Botschaft einer Intel-Werbeanzeige vom 10. Februar bei Twitter. Was im Englischen besser als im Deutschen als Wortspiel funktioniert (rocket launch ... launch Rocket League), soll vor allem auf eine Mac-Schwachstelle hinwiesen, die auch Apples M1-Chip nicht löst: Die fehlende Unterstützung für Spiele wie etwa das beliebte Rocket League. Dass PCs auch für die Wissenschaft besser geeignet seien als Macs, wie es im Tweettext heißt, dürfte Apple so wohl nicht unterschreiben.

In einer Anzeige vom 2. Februar schreibt der PC-Hersteller: „Wenn du durch Photoshop-Thumbnails tatsächlich mit dem Daumen durchblättern kannst, hast du keinen Mac.“ Auch das ein Wortspiel – der Begriff Thumbnail für eine Miniaturansicht bedeutet im Wortsinne Daumennagel. Intel will also darauf aufmerksam machen, dass Apple in MacBooks weiterhin keine Touchscreens verbaut. Für das Wortspiel nimmt der PC-Hersteller auch ein schiefes Bild in Kauf: Mit einem Daumen wischt wohl kaum einer auf einem Touchscreen herum.

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Jeweils mit der Anzeige verlinkt ist ein von Intel gesponsertes Video, in dem YouTuber Jon Rettinger ebenfalls auf die Schwachstellen der neuen MacBooks, die ansonsten selbst Nörgler sprachlos machen, hinweisen will. Ein Beispiel? In der ersten Szene versucht er, eine Festplatte mit USB-A-Anschluss an das M1-MacBook-Air anzuschließen.

Mit zwei PC-Laptops will Rettinger ein „Narrativ“ widerlegen, das er in der Branche seit dem Start der M1-Geräte erkannt haben will: Intel komme beim M1-Chip nicht hinterher. Geräte der Intel-Evo-Plattform beweisen das Gegenteil, sagt Rettinger in dem knapp zehnminütigen Spot. Der YouTuber greift dabei auf Argumente zurück, die Intel kürzlich selbst gegen Apple vorbrachte: Die neuen M1-Geräte unterstützen beispielsweise keinen zweiten Bildschirm oder die portable SSD-Festplatte Samsung T7 Touch mit Fingerabdrucksensor.