Kurioses Bastelprojekt: Raspberry Pi wird zu tragbarem Retro-Computer

Robert Kohlick

Der aktuelle Raspberry Pi kann inzwischen zwar fast als Ersatz für einen Bürorechner dienen, die meisten werden den Einplatinencomputer wahrscheinlich aber für Bastelprojekte nutzen. Ein besonders pfiffiger Tüftler hat aus dem Mini-PC einen tragbaren Retro-Computer zusammengeschraubt und beweist damit eindrucksvoll, wie vielseitig die kleine Platine eingesetzt werden kann. 

Raspberry Pi im Retro-Look: Bastler verwandelt Mini-PC in tragbaren Computer

NAS-Ersatz, Konsolen-Emulator, Media-Center oder Smart-Home-Gerät – die meisten Anwender des Raspberry Pi nutzen den Mini-PC wahrscheinlich für eines dieser Projekte. Doch wie vielfältig die Anwendungsbereiche sind, stellen kreative Köpfe in regelmäßigen Abständen unter Beweis – so auch der YouTuber reviiser lab. Dieser verwandelt den Pi mit Hilfe einer Tastatur, einem Touchpad, Touchscreen und einem Gehäuse aus dem 3D-Drucker in einen vollwertigen tragbaren Computer im Retro-Look. Wie er das angestellt hat, zeigt er im Video:

Zu den Highlights des Reviiser Cyberdeck gehören:

  • ein 7 Zoll großer Touchscreen
  • eine einklappbare mechanische Tastatur
  • ein eingebautes Touchpad an der Seite
  • mechanische An/Aus-Schalter für Pi und Display
  • eine 30.000 mAh Powerbank
  • ein passgenaues Gehäuse aus dem 3D-Drucker

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Reviiser V.1: Ein Raspberry-Pi-Projekt aus Leidenschaft

Anstelle von Raspbian hat der Tüftler auf seinem Pi den Fenstermanager i3 installiert, der zum Retro-Charme des portablen Old-School-Systems beiträgt. Touchscreen und Raspberry Pi 4 werden beide von einer Powerbank mit einer Kapazität von 30.000 mAh mit Strom versorgt und können durch zwei Schalter auf der Frontseite ein- und ausgeschaltet werden. Auf der rechten Seite befinden sich unter einer Abdeckung zudem ein USB-3.0-Port sowie ein Klinkenanschluss.

Bei seinem Gehäuse hat reviiser lab besonderen Wert auf Modularität und einfachen Zugang gelegt. Statt einer geschlossenen Konstruktion gibt es in der Hülle immer wieder Öffnungen, damit man problemlos ans Innere des Retro-Rechners kommt. In einer späteren Version soll das Gehäuse so konzipiert sein, dass Nutzer unterschiedliche Cartridges und Module selber ein- und ausstecken können.

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Wofür der Bastler seine Kreation benutzt, gibt er im Video nicht an – es scheint sich also eher um Projekt aus Leidenschaft zu handeln und weniger um eines mit praktikablem Anwendungszweck. Trotzdem macht das Ergebnis nicht nur optisch einen guten Eindruck, sondern scheint voll funktional zu sein. Im Video gibt der Nutzer an, dass er die Arbeiten am Gehäuse bald beenden wird und Interessenten seine Webseite im Blick behalten sollten, wenn sie auf der Suche nach den passenden STL-Dateien für das Gehäuse aus dem 3D-Drucker sind.

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