Der Discounter Lidl steht derzeit bei manchen Produkten vor ersten Lieferengpässen, die sich in naher Zukunft noch ausweiten könnten. Mehrere beworbene Aktionsprodukte sind derzeit nicht verfügbar. Auch in anderen Supermärkten könnten Kunden bald vor weniger gefüllten Regalen stehen. Was steckt dahinter?

 

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Lidl: Lieferengpässe bei Aktionsprodukten

Wer sich voller Vorfreude auf das aktuelle Lidl-Prospekt gestürzt und anschließend in die Filiale marschiert ist, der muss dort mitunter eine Enttäuschung erleben. Derzeit sind in vielen Filialen mehrere Aktionsprodukte nicht verfügbar. Das betrifft unter anderem das Stand-Up-Paddling-Board „Floral“ des Herstellers Mistral.

Unserem Kollegen Peter ist zudem in einer Filiale von Lidl in Wilhelmshaven aufgefallen, dass ein beworbener Akku für einen Rasenmäher ebenfalls nicht verfügbar ist. Dieser soll erst im Mai nachgereicht werden, heißt es auf Anfrage. Corona-Schnelltests sind aber weiter günstig zu bekommen.

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Der Grund für die Lieferengpässe bei manchen Produkten ist schnell gefunden. Dem Discounter zufolge hat die Problematik mit der mittlerweile aufgehobenen Sperrung des Suezkanals zu tun. Hier war das Containerschiff „Ever Given“ Ende März auf Grund gelaufen. Der Suezkanal war anschließend für sechs Tage vollständig blockiert. Für Frachtschiffe war kein Durchkommen mehr, weshalb sich hinter der „Ever Given“ ein langer Stau bildete.

Mit diesem Hinweis werden Kunden in vielen Lidl-Filialen begrüßt:

Die Blockade des Suezkanals hat auch Auswirkungen auf deutsche Kunden. Bild: GIGA.

Die Nachwirkungen der Blockade des Suezkanals spüren nun Kunden bei deutschen Discountern. Von der Verspätung bei den Lieferungen sind manche Produkte betroffen, die längst in den Filialen von Lidl auf Kundschaft warten sollten.

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Lieferengpässe auch bei anderen Supermärkten?

Derzeit ist davon auszugehen, dass sich die Lieferengpässe auch auf andere Supermärkte ausweiten. Entsprechend dürften Kunden auch bei Aldi und Co. vor nicht vollständig gefüllten Regalen stehen. Mit einer kurzfristigen Erholung in den nächsten Tagen ist hier nicht zu rechnen, da die Schiffe teils mit zweiwöchiger Verspätung erst im jeweiligen Zielhafen eintreffen.