Wer mit der Vorstellung des neuen MacBook Pro mit 16-Zoll-Display einen Verkaufsschlager erwartet hat, wird offenbar enttäuscht. Während der weltweite PC-Markt seit Jahren erstmals wieder wachsen konnte, musste der Mac einen herben Rückschlag einstecken.

Weltweite PC-Auslieferungen: Seit sieben Jahren erstmals mit positiven Zahlen

In den vergangenen Stunden haben sowohl die Analysten von Gartner als auch IDC (via MacRumors) ihre vorläufigen Zahlen für die weltweiten Computer-Auslieferungen vorgestellt. Während der gesamte Markt erstmals seit 7 Jahren wieder wachsen konnte und die meisten großen Hersteller von Windows-PCs ebenfalls über steigende Auslieferungen im Vergleich mit dem Vorjahr freuen dürfen, sah das Weihnachtsquartal für Apple laut den Marktforschern nicht so rosig aus.

Weltweit wuchs der PC-Markt, zu dem Desktop-PCs, Notebooks und ultra-mobile Begleiter, wie Microsofts Surface, gehören, laut Gartner im vierten Quartal 2019 um 2,3 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresquartal. Über das gesamte Jahr gesehen lag das Wachstum bei 0,6 Prozent. iPads oder Chromebooks sind wohlgemerkt nicht Bestandteil dieser Zahlen.

Apple belegte mit 5,262 Millionen ausgelieferten Macs den vierten Platz. Dies sind laut Gartner 3 Prozent weniger verkaufte Geräte als im Vorjahresquartal. IDC zählte nur 4,721 Millionen Auslieferungen durch Apple, womit es sogar ein Minus von 5,3 Prozent bedeutet. Entsprechend sank auch der Marktanteil auf 7,5 Prozent laut Gartner.

Auf dem ersten Platz im vierten Quartal 2019 landete Lenovo mit rund 17,5 Millionen ausgelieferten PCs, ein Plus von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Platz zwei belegte HP mit einem Wachstum von 5,4 Prozent, was rund 16,1 Millionen PCs entspricht. Besonders erfreulich war das Weihnachtsquartal für Dell. Das Unternehmen konnte ein Plus von 12,1 Prozent verzeichnen und lieferte erstmals mehr als 12 Millionen Geräte aus.

Mit diesem Video präsentierte Apple uns das MacBook Pro im 16-Zoll-Format:

MacBook Pro 2019: 16-Zoll-Modell im Apple-Video.

iMac und MacBook Air: Zeit für Updates

Gründe für die rückläufigen Zahlen von Apple Mac-Auslieferungen könnte etwa das mittlerweile in die Jahre gekommene Design des iMac sein. Bei den portablen MacBooks könnte die anhaltende Tastaturproblematik ein Grund für die zurückhaltenden Käufer sein. Mit dem 16-Zoll-MacBook-Pro präsentierte Apple eine Lösung für das Problem, die aber eben bislang nur in dem Flaggschiff zu finden ist. Wer heute ein 13-Zoll-Modell des MacBook Pro oder ein MacBook Air kauft, erhält die weiterhin problematische Butterfly-Tastatur.

Apples MacBook-Familie bei Amazon *

iMac Pro oder gar Mac Pro dürften aufgrund der sehr speziellen Zielgruppe der hochpreisigen Modelle keine großen Einflüsse auf die Verkaufszahlen haben. Gleichzeitig wäre es aber dennoch Zeit für ein Update des professionellen All-in-One-Mac.

Konkrete Zahlen zum Umsatz (Stückzahlen teilt Apple nicht mehr mit) werden wir von Apple am Dienstag, den 28. Januar erfahren. Dann wird das Management-Team aus Cupertino die Quartalszahlen für die Oktober bis Dezember 2019 bekannt geben.

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