Mit einer neuen Tastatur und verbessertem Sound hat Apple viele Kunden vom neuen MacBook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm überzeugt. Doch Apples Notebook der Oberklasse scheint nicht ganz frei von Kinderkrankheiten zu sein. Die Zahl der Kundenbeschwerden steigt.

 
MacBook Pro 2019
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MacBook Pro 16 Zoll: Probleme bei Lüfter und Grafik häufen sich

In Apples Support-Foren häufen sich Einträge, in denen Nutzer von Problemen mit dem MacBook Pro mit 16-Zoll-Display berichten. Apple hatte das Notebook Ende 2019 vorgestellt und konnte Tester unter anderem mit einem neuen Tastatur-Layout und besserem Sound überzeugen. Nach jahrelangen Tastaturproblemen bei diversen MacBook-Modellen setzten Mac-Fans große Hoffnungen in den neuen 16-Zöller. Nun bröckelt dieses Bild: Wie ifun.de berichtet, klagen Besitzer des Geräts zunehmend über Probleme mit dem Lüfter und der Grafikkarte.

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In Apples-Support Forum schreibt User TimUzzanti, dass die Lüfter bei zwei MacBook-Pro-Modellen bereits bei rund 25 Prozent CPU-Auslastung laut anlaufen. Bei dem 15-Zoll-Vorgänger sei dieses Problem nicht aufgetreten. Gut 300 weitere Nutzer gaben per Tastendruck an, dass sie dieses Problem auch hätten. Offenbar treten die Probleme beispielsweise – aber nicht ausschließlich – dann auf, wenn ein externes Display mit dem MacBook verbunden ist. Dabei wird auch die Grafikkarte belastet und erzeugt in Kombination mit dem Prozessor womöglich zu viel Hitze.

Das 16-Zoll-MacBook-Pro im Videoportrait von Apple:

MacBook Pro 2019: 16-Zoll-Modell im Apple-Video

Betrieb externer Displays macht Probleme

Wer das MacBook Pro mit einem Display verbindet, kämpft womöglich mit weiteren Probleme, die die Grafikausgabe betreffen: Auflösungen werden nicht oder falsch erkannt, Kontrast und Helligkeit falsch eingestellt, fasst ifun.de die gemeldeten Fälle zusammen. Apple-Blogger John Gruber berichtet, dass die Anzeige seines MacBook Pros nach dem Aufwachen gelegentlich viel zu kontrastreich sei.

Gut möglich jedoch, dass Apple die benannten Probleme per Software-Update lösen kann. Zuletzt hatte Apple macOS Catalina Ende Januar aktualisiert, damals aber nur Probleme im Zusammenhang mit der 4K-Videobearbeitung auf dem neuen MacBook Pro behoben. Offenbar arbeitet der Hersteller derzeit auch an einem „Pro-Mode“, in dem gewisse Apps über mehr Leistung verfügen können. Hierfür wäre vermutlich auch ein angepasster Umgang mit der CPU/GPU-Auslastung notwendig, der die bestehenden Probleme beheben könnte.