In den vergangenen Monaten aktualisierte Apple nicht nur das MacBook Air, sondern auch die 13-Zoll-Versionen des MacBook Pro. Wie sich nun herausstellt, haben die neuen MacBooks Probleme bei Verbindungen mit externer Peripherie.

 

MacBook Air 2020

Facts 
MacBook Air 2020

2020 MacBook Air und Pro: USB-2.0-Zubehör sorgt für Kopfzerbrechen

Alle aktuellen MacBooks verfügen heutzutage nur noch über USB-C-Anschlüsse. Dies bedeutet, dass USB-2.0-Geräte in der Regel über ein Dongle oder Hub mit dem Notebook verbunden werden. Genau in diesen Fällen scheinen die neuen Modelle des MacBook Air und 13-Zoll-MacBook-Pro mit Schwierigkeiten kämpfen zu müssen. MacRumors hat dazu in den eigenen Foren, bei Reddit und Apples Support-Forum diverse Beispiele gefunden.

Apples MacBook-Familie bei Amazon

In einem Beispiel klagt ein Anwender über Verbindungsabbrüche bei gleich zwei verschiedenen USB-C-Hubs. Beim Anschluss eines externen Monitors über HDMI, einem USB-Audio-Interface und einer USB-Maus, kommt es in unregelmäßigen Abständen zu Problemen bei beiden USB-Geräten, die nicht länger reagieren. Der externe Monitor könne aber gleichzeitig wie gehabt weiter genutzt werden. Die Probleme treten häufiger auf, wenn mindestens zwei USB-Geräte angeschlossen wurden.

Es gibt bislang nur einen gemeinsamen Nenner: Die Probleme treten mit Geräten auf, die nur USB 2.0 verstehen. Neueres Zubehör, das USB 3.0 oder 3.1 als Standard verwendet, sorgt offenbar für keine derartigen Probleme. Die Berichte betreffen diverse USB-Hubs von unterschiedlichen Herstellern, sodass die Schwierigkeiten offenbar nicht auf einen bestimmten Anbieter begrenzt sind.

Mit diesem Trailer kündigte Apple die aktuelle Formensprache des MacBook Air an:

MacBook Air 2018 (Intro-Spot)

USB-Probleme am MacBook: Bislang keine Software-Umwege bekannt

Die üblichen Versuche, ein derartiges Problem zu umgehen, reichen vom einfachen SMC-Reset bis hin zur Neuinstallation des Betriebssystems. All diese haben bislang keine Abhilfe geschafft, weshalb es wohl an Apple liegt, in Zukunft ein Software-Update zu veröffentlichen – sofern macOS Catalina und nicht die Hardware an sich die Ursache ist.

Eine Alternative ist der Einsatz von Thunderbolt-Hardware, an die die älteren Geräte angeschlossen werden. Dieser Umweg bedeutet aber die Investition in ein Thunderbolt-Dock, wie zum Beispiel CalDigits TS3 Plus. Dieses Dock ist aber nicht nur deutlich teurer, sondern auch spürbar größer als die einfachen Dongles mit einigen USB-A-Ports. Von Apple gibt es bislang noch keine Stellungnahme zu dem Problem.

Holger Eilhard
Holger Eilhard, GIGA-Experte für iPhone, iPad, Mac und alles andere zum Thema Apple.

Ist der Artikel hilfreich?