Die Akkulaufzeit ist für viele Smartphone-Nutzer eine entscheidende Größe beim Kauf eines neuen Modells. Ein großer Akku muss also her und den gibt es oft in teureren Handys. Allerdings auch wie ihr euer Smartphone nutzt, hat einen nicht unwichtigen Einfluss auf die Laufzeit – ein toller Trick kann helfen.

So holt ihr aus eurem Handy mehr Akkuleistung heraus

Der Akku-Trick, den amerikanische Forscher nun in einer Studie bewiesen haben, ist denkbar simpel – zumindest, wenn man erst einmal darauf gekommen ist: Bei manchen Smartphones könnt ihr einiges an Energie sparen, indem ihr den dunklen Modus nutzt. Doch der Trick funktioniert nicht bei allen Handys.

Laut den Forschern habt ihr gute Chancen, den Trick nutzen zu können, wenn euer Smartphone nicht älter ist als aus dem Jahr 2017 (Quelle: ACM Digital Library via Purdue University). Denn neuere Handys setzen öfter auf OLED-Displays und nur mit denen konnten die Experten der Purdue University nachweisen, dass der „Dark Mode“ unter bestimmten Umständen den Akku schont. Weil bei OLED-Displays die Leuchtintensität der einzelnen Lichtpunkte einzeln steuerbar ist, braucht ein mehrheitlich dunkler oder schwarzer Bildschirm weniger Energie.

Und so geht's: Den dunklen Modus findet ihr unter Android in den Einstellungen beim Menüpunkt „Anzeige & Helligkeit“. Die größte Ersparnis erreicht ihr übrigens durch den Umstieg bei hoher Display-Helligkeit. Bei 100 Prozent Leuchtstärke verringerte sich in den getesteten Apps wie YouTube und Google News der Energiebedarf des Displays um 39 bis 47 Prozent. Lasst ihr euer Smartphone die Helligkeit je nach Bedarf selbst regeln, soll der Effekt deutlich geringer ausfallen und sich im einstelligen Prozentbereich befinden. Mit weiteren Tricks könnt ihr euren Handy-Akku zusätzlich schonen.

Gängige Akku-Mythen findet ihr in unserem Video:

Fast Charging, Memory-Effekt und Tiefentladung – GIGA klärt Akku-Mythen auf

Ob Android oder iOS: Dunkler Modus hilft dem Stromverbrauch

Für die Studie griffen die Forscher ausschließlich auf Android-Smartphones zurück. Das Ergebnis sei aber trotzdem auch auf iPhones übertragbar, heißt es. In Zukunft will das Team es App-Entwicklern und Smartphone-Herstellern einfacher machen, einen realistischeren Energieverbrauch von Apps zu errechnen. Dieser soll die Display-Nutzung einzelner Anwendungen mit einbeziehen. Ein entsprechendes Programm werde derzeit patentiert und soll im kommen Jahr marktreif sein.