Teslas Supercharger-Netzwerk ist seit langem ein echter Vorteil für Besitzer der E-Autos aus Amerika. Beim Ausbau von schnellladefähigen Stationen machen andere Anbieter Tesla nichts vor. Wohl aber bei der maximalen Ladeleistung. Doch Tesla will wohl nachlegen.

Tesla will Stärke zeigen: Upgrade für Ladesäulen noch dieses Jahr

Lange Zeit war Tesla der einzig gültige Maßstab für E-Autos im Allgemeinen sowie für kraftvolle Akkus und ein gut ausgebautes Ladenetz – beides wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Elektromobilität. Inzwischen baut praktisch die ganze Branche Elektroautos und auch leistungsfähige Schnellladesäulen gibt es anderswo – ABB etwa stellt Tesla mit seinen 360-kW-Ladern locker in den Schatten.

Doch Elon Musk will es mit seinem E-Auto-Konzern nicht dabei belassen. Schon zuvor war klar: Die Supercharger von Tesla müssen stärker werden, um mit der inzwischen erwachsenen Konkurrenz auch nur gleich zu ziehen. Der nächste Schritt soll bereits anstehen und es wird ein großer: Tesla will die V3-Supercharger von 250 kW auf 324 kW Ladeleistung aufstocken. 

Das zumindest will der bekannte Leaker und Tesla-Enthusiast Sawyer Merritt erfahren haben (Quelle: Insideevs). Neben dem Leistungsboost stehe außerdem die neue Version V4 an. Sie soll noch stärker werden und gilt zudem als Möglichkeit für Tesla, 800-V-Laden zu starten. Sollte Tesla sich dazu tatsächlich entscheiden, gelte das als Zeichen, dass gänzlich neue oder überarbeitete E-Auto-Modelle kommen werden.

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Einen konkreten Zeitplan für das V3-Upgrade gibt es aber offenbar noch nicht. Die Supercharger in Nordamerika sollen lediglich im Laufe des Jahres verstärkt werden. Wann und wie genau die V4-Reihe eingeführt wird, ist noch völlig offen.

Supercharger schon jetzt zu stark für Tesla: Andere E-Autos könnten profitieren

Mit der hohen Leistung können bisherige Tesla-Modelle ohnehin noch nichts anfangen, die Software reguliert auf eine für den Akku verträgliche Leistung herab. Stärkere Supercharger als Zeichen für künftige Veränderungen bei Teslas E-Autos zu sehen, ist also realistisch. Bis dahin könnten aber immerhin Fahrer anderer E-Autos mit entsprechend ausgelegten Batterien profitieren. Dann nämlich, wenn Tesla-Chef Elon Musk Wort hält und die firmeneigenen Supercharger auch für andere Marken freigibt.