Im Juni 2021 habe ich meine Mini-Solaranlage in Betrieb genommen und seitdem Energie mithilfe der Sonne produziert, die ich in meiner Wohnung direkt verbrauche und somit nicht bezahlen muss. Wie viel Energie ich in den letzten 12 Monaten produziert, selbst verbraucht und wie viel Geld ich damit wirklich gespart habe, verrate ich euch jetzt.

Mini-Solaranlage: Über 1 Jahr Balkonkraftwerk

Eine steckfertige Mini-Solaranlage ist eine einfache Möglichkeit, um selbst Energie zu produzieren, die ihr direkt verbraucht. Produziert ihr mehr, werdet ihr dafür nicht vergütet, da es für solche Anlagen eine vereinfachte Zulassung gibt. Was es dabei zu beachten gibt, habe ich hier zusammengefasst. Doch wie viel Energie hat meine 600-Watt-Anlage in den letzten 12 Monaten überhaupt produziert und wie viel Geld habe ich damit gespart? Schauen wir uns den Ertrag von November 2021 bis einschließlich Oktober 2022 an – also genau 12 Monate.

Da ich eine FritzBox habe, habe ich die smarte Outdoor-Steckdose AVM FRITZ!DECT 210 (bei Amazon anschauen) verwendet, um den Energiefluss zu messen. Das sieht dann wie folgt aus:

So viel Energie habe ich in den letzten 12 Monaten mit meinem Balkonkraftwerk produziert. (Bildquelle: GIGA)

Die einzelnen Monate im Überblick

  • November 2021: 8,8 kWh
  • Dezember 2021: 3,1 kWh
  • Januar 2022: 5,1 kWh
  • Februar 2022: 15 kWh
  • März 2022: 43 kWh
  • April 2022: 62 kWh
  • Mai 2022: 67 kWh
  • Juni 2022: 71 kWh
  • Juli 2022: 64 kWh
  • August 2022: 67 kWh
  • September 2022: 45 kWh
  • Oktober 2022: 33 kWh
  • Gesamt: 484 kWh

Von den 484 kWh, die mein Balkonkraftwerk produziert hat, habe ich effektiv 343 kWh verbraucht. 141 kWh habe ich nicht verbraucht und meinem Netzbetreiber „geschenkt“. Am 2-Richtungs-Stromzähler könnt ihr entnehmen, wie viel Energie ihr ins Netz gespeist habt. Dafür bekommt ihr bei einer Mini-Solaranlage keine Vergütung.

So viel Geld habe ich wirklich gespart

Eine kWh kostet bei mir aktuell etwa 30 Cent. Ich habe also 103 Euro an Stromkosten gespart. Meine Anlage hat 800 Euro gekostet. Nach acht Jahren hätte sich die Anlage also abbezahlt und würde bei einer Haltbarkeit von etwa 25 Jahren noch weitere 17 Jahre kostenlos Strom produzieren. Falls die Strompreise weiter steigen, amortisiert sich mein Balkonkraftwerk aber viel früher. So oder so macht man auf lange Sicht viel Gewinn. Und dabei schöpfe ich das Potenzial gar nicht komplett aus, wie ihr nachfolgend lesen könnt.

Was ihr über Balkonkraftwerke wissen müsst:

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Wichtige Details zu meiner Solaranlage

Von Juni 2021 bis März 2022 stand meine Solaranlage auf dem Boden und war öfter verschattet. Seitdem ich die Solarpanels aufgehängt habe (siehe Titelbild), ist der Ertrag seit April 2022 viel besser ausgefallen. In den nächsten 12 Monaten erwarte ich also noch mehr Ertrag, muss aber stärker darauf achten, dass ihr den produzierten Storm auch verbrauche. Von Oktober bis Februar scheint die Sonne zu selten, um viel Energie zu produzieren. Da steht die Sonne tief und bei mir ist auch ein großer Baum im Weg, dessen Schatten ab circa 15 Uhr auf die Solarpanels trifft. Habt ihr also keine Verschattungen, könnt ihr die Sonnenstunden natürlich besser nutzen.

Das ist die wichtigste Lehre für mich: Es ist enorm wichtig, das Balkonkraftwerk anständig auszurichten. Je mehr Sonne ihr einfangt und die Energie dann auch wirklich verbraucht, desto mehr lohnt sich so eine Anlage. Doch selbst bei nicht so optimalen Bedingungen wie bei mir lohnt sich eine steckfertige Mini-Solaranlage. Ihr müsst nur den (richtigen) Platz dafür haben.