Mordhau: Rassistische und toxische Community versaut anderen den Spielspaß

Franziska Behner

Mordhau ist ein Multiplayer-Slasher, der im Frühling 2019 veröffentlicht wurde. Auf Steam erfreut es sich großer Beliebtheit, jedoch müssen die Spieler und Entwickler mit einer rassistischen Community klarkommen.

Wie PC Gamer berichtet, gibt es im Ingame-Voice Chat, aber auch in den zahlreichen Foren zu Mordhau gehäuft sexistische, homophobe und rassistische Kommentare gegen andere Spieler. Wirkliche Folgen schien es bisher nicht gegeben zu haben.

Als Beispiel wird in einem Forum der Threat „Post your kniggas“ genannt, in dem die Spieler ihre Charaktere zeigen können, die sie erstellt haben. Dabei fallen immer wieder Begriffe wie „Schwuchtel„. Als ein Mitglied den rassistischen Ton bemängelte, wurde auch er als schwul bezeichnet.

Angesprochen auf einen anderen Thread mit mittlerweile gelöschtem Titel, haben sich die Entwickler von Mordhau eher reserviert geäußert. Man erkenne keine rassistische Bedeutung daran, könne aber verstehen, wenn Menschen es so auffassen, wenn man es aus dem Kontext nimmt.

Spannende Kämpfe erwarten dich in Mordhau.

Mordhau - Official Trailer.

PC Gamer behauptet in seinem Artikel, dass die Entwickler weder vorbereitet noch gewillt sind, sich diesem Problem anzunehmen. Diese Behauptung könnte unter Anderem daher kommen, dass sich in einem Posting ein Spieler über den generellen Ton und die rassistische, sowie sexistische Ausdrucksweise im Chat beschwert hat, aber nicht eine einzige Person gekickt wurde. Eine Möglichkeit zum Melden anderer Spieler gibt es ebenfalls nicht. Du kannst nur ein Screenshot machen und es auf Discord den Entwicklern zusenden. Auch auf Reddit wird die toxische Stimmung im Spiel viel diskutiert.

Manche von der Community geführten Server sind deutlich freundlicher als die gänzlich offenen, generell scheint es Mordhau aber an Moderation zu fehlen. Der Community Manager sprach erst kürzlich davon, dass sie dies verbessern wollen, aber nur ein sehr kleines Team sind. Er entschuldigt sich außerdem für alles, was da passiert und verspricht daran zu arbeiten. Bisher sollen rund 300 Spieler gebannt worden sein.

Zudem heißt es jetzt auf Twitter, dass die Entwickler nicht vorhaben, ein Setting bereitzustellen, in dem es keine „nicht weißen“ Charaktermodelle gibt, nur um dem Rassismus Einhalt zu gebieten. Alles wird bleiben wie es ist, solche Pläne waren auch nie vorgesehen. Schon bald soll dazu auch noch ein offizielles Statement veröffentlicht werden.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung