Der US-Bann hat Huawei extrem hart getroffen und das Geschäft mit Smartphones und Tablets in Europa massiv beeinflusst. Nun knöpft sich die US-Regierung beliebte Android- und iOS-Apps aus China vor, die ebenfalls verboten werden sollen. Ob es wirklich so weit kommt, hängt aber dann nicht mehr von der Trump-Regierung ab.

US-Bann soll beliebte Apps aus China verbieten

Die US-Regierung hat bereits vor einiger Zeit versucht, TikTok zu verbieten und einen Verkauf des US-Geschäfts zu erzwingen. Das ist bisher gescheitert und liegt seitdem auf Eis. Zwei Wochen vor der Machtübergabe Trumps an Biden greift die US-Regierung aber noch einmal durch. So wurden folgende Apps auf die schwarze Liste gesetzt: Alipay, CamScanner, QQ Wallet, SHAREit, Tencent QQ, VMate, WeChat Pay und WPS Office. Diese Apps werden von Millionen von US-Bürgern genutzt und stellen ein großes Sicherheitsrisiko dar – so die Erklärung laut Reuters. Während Alipay und WeChat Pay zu den größten Bezahldiensten gehören, in Deutschland aber kaum genutzt werden, sind Apps wie SHAREit, CamScanner und WPS Office sehr bekannt und werden auch hierzulande verwendet.

Das Verbot der US-Regierung tritt aber nicht sofort in Kraft, sondern erst in 45 Tagen und fällt damit in den Aufgabenbereich des neuen US-Präsidenten. Ob dieser das Verbot dann auch wirklich durchführt, ist aktuell nicht bekannt. Die Trump-Regierung hat das Vorgehen nämlich nicht mit dem kommenden Präsidenten abgesprochen. Ob die Apps aus China also wirklich verboten werden, erfahren wir also erst in 45 Tagen.

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Sind alle chinesischen Unternehmen gefährdet?

Der geplante US-Bann der China-Apps lässt natürlich die Frage aufkommen, ob noch weitere Einschränkungen kommen und andere chinesische Unternehmen in Gefahr sind. Der amtierende Präsident kann nur noch bis zum 20. Januar 2021 sein Unwesen treiben. Danach übernimmt Biden. Er ist aber auch kein Fan von China, sodass es spannend sein wird zu sehen, wie sich die Beziehungen in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln.