Manche Kunden von Epson berichten, dass ihre Drucker plötzlich den Dienst verweigern – obwohl diese zuvor einwandfrei funktionierten. Käufer sollen sich laut Epson einen neuen Drucker besorgen oder einen kostenpflichtigen Service-Techniker kontaktieren.

Update vom 12. August 2022: Epson hat sich besonnen und empfiehlt Kunden nun nicht mehr, sich einen neuen Epson-Drucker zuzulegen. Die entsprechende Hilfeseite wurde überarbeitet und Hinweise zur Reparatur eingefügt. Ein Neukauf sieht selbst Epson jetzt nur noch als letzte Option an. Zudem wird auf das hauseigene Recyclingprogramm des Herstellers verwiesen (Quelle: Epson).

Originalartikel:

Epson deaktiviert funktionstüchtige Drucker

In sozialen Netzwerken häufen sich Berichte genervter Nutzer von Epson-Druckern. Wer eines der Modelle L130, L220, L310, L360 oder L365 im Einsatz hat, könnte vor einem Problem stehen. Obwohl die Geräte eigentlich einwandfrei funktionieren, melden sie sich nach einem vom Hersteller festgelegten Zeitraum mit einer Fehlermeldung. Angeblich hätte ein Bauteil im Drucker „das Ende der Nutzungszeit“ erreicht (Quelle: Fight to Repair).

Epson zufolge geht es um einen Schwamm, der im Drucker Tintenspritzer auffängt. Diese können unter anderem bei der Reinigung der Düsen auftreten. Der Hersteller ist der Auffassung, dass der Schwamm nach einer gewissen Nutzungszeit einfach voll ist – und der Drucker druckt nicht mehr. Ein offizielles Ersatzteil bietet Epson nicht an. Nutzer können sich selbst einen Schwamm zusammenbasteln, doch auch dann untersagt die Drucker-Software die weitere Nutzung.

Für Windows-Nutzer hat Epson auf seiner Webseite ein Tool bereitgestellt, über das sich der interne Zähler des Druckers zurücksetzen lässt. Das ist laut Hersteller aber nur ein einziges Mal möglich und der Drucker läuft anschließend auch nur noch „für kurze Zeit“. Für Mac- und Linux-Nutzer gibt es kein derartiges Tool.

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Epson empfiehlt: Kauft euch einen neuen Epson-Drucker

Von der Fehlermeldung betroffenen Kunden empfiehlt der Hersteller, sich für ein neues Epson-Modell zu entscheiden. Alternativ kann ein kostenpflichtiger Service-Techniker von Epson ins Haus geholt werden.

Epson stellt auf seiner Support-Webseite überraschend deutlich dar, dass es sich um ein ganz normales Vorgehen handeln würde. Drucker seien schließlich so konzipiert, dass sie ab einem bestimmten Zeitpunkt „nicht mehr funktionieren“ würden.