Im Swatting-Fall, bei dem Ende 2017 ein unschuldiger Mann sein Leben verlor, erhielt nun auch der Mittäter eine Verurteilung. Grund war ein Anruf bei den Behörden, bei denen Tyler Barriss auf eine vermeintliche Geiselnahme hinwies. Das SWAT-Team, das fehlgeleitet wurde, erschoss daraufhin einen unschuldigen Mann.

 

Call of Duty: WW2

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Update vom 18. September 2019:

Barriss wurde bereits im April zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Das war allerdings nicht das erste Mal, dass er auffällig wurde. Er sammelte schon vorher 51 Anklagen aufgrund von gefälschten Anrufen und Drohungen.

Für den Mittäter Viner stand die Verurteilung noch aus. Staatsanwälte plädierten auf zwei Jahre Bewährung und sechsmonatigen Hausarrest. Aufgrund der Schwere des Falls entschied sich der Richter am Freitag jedoch für eine Haftstrafe von 15 Monaten.

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Ursprüngliche Meldung vom 28. Mai, 09:45 Uhr:

Ein Swatting-Fall hatte Ende 2017 in den USA für Schlagzeilen gesorgt. Grund dafür war ein Anruf bei den Behörden, bei denen der Anrufer auf eine vermeintliche Geiselnahme hinwies. Das Opfer dieses „Scherzes“ wurde von den Behörden erschossen. Während der Fall vor Gericht verhandelt wird, warten die Angeklagten jetzt auf ihr Urteil.

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Update vom 28. Mai 2018:

Laut der Los Angeles Times stehen die beiden Mittäter des Swatting-Dramas jetzt ebenfalls vor Gericht. Als sie sich im Laufe dessen wegen einer 2 Euro-Wette stritten, drohten sie damit, sich gegenseitig die Polizei auf den Hals zu hetzen. Der Anrufer schickte das Polizei-Team dann versehentlich zum falschen Haus, woraufhin ein unschuldiger Mann getötet wurde.

Während der Anrufer bereits im Gefängnis sitzt und wegen Cyberstalking eine lebenslange Haftstrafe erhalten könnte, drohen den beiden Mittätern vermutlich 20 Jahre Haft wegen Justizbehinderung, weil sie die betreffenden Nachrichten von der Tatnacht gelöscht haben. Gegen den Polizisten selbst, der den tödlichen Schuss abgegeben hat, wird keine Klage erhoben.

Ursprüngliche Meldung vom 13. Januar, 18 Uhr:

Am 28. Dezember 2017 kam es zu einer folgenschweren Begegnung zweier Teams in Call of Duty. Nach dem Abschluss des Matches kam es bei zwei Teilnehmern der Verliererseite zu einem Streit. Einer von ihnen schickte eine Adresse an den anderen, um ihn weiter zu reizen und ihn quasi zu einem Duell Mann gegen Mann aufzufordern. Diese Adresse wurde an einen bekannten Swatter weitergegeben. Der 25jährige Tyler Barriss rief bei der Polizei an und erzählte den Behörden, dass ein Mann seine Familie als Geisel genommen und bereits seinen Vater erschossen hätte.

Der Swatting-Fall im Detail

Als die Polizei bei dem vermeintlichen Geiselnehmer ankam, öffnete dieser nichtsahnend die Tür. Laut Aussage der Polizei folgte er den verbalen Anweisungen der Beamten. Allerdings griff er während dem Gespräch zu seinem Gürtel. Einer der Polizisten vermutete, dass er eine Waffe ziehen würde und erschoss den Verdächtigen. Bei der Durchsuchung wurden weder Geiseln noch eine Waffe an dem Toten (Andrew Finch, 28 Jahre) gefunden. Es stellte sich zudem heraus, dass die Adresse nicht im geringsten mit dem Vorfall in dem Match von Call of Duty zu tun hatte und niemand der Beteiligten damit in Verbindung stand.

Gefährlicher Internet-Trend: Swatting

Tyler Barriss, der den Swatting-Anruf eingeleitet hatte, wurde nun von dem Gericht wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Sollte die Jury in für schuldig befinden, warten auf Barriss mehrere Jahre in Haft sowie eine extrem hohe Geldstrafe. Zu der Hauptklage gesellen sich noch das Einmischen in die Strafverfolgung und der „Scherzanruf“ bei der Polizei selbst. Die Kaution für Barriss wurde auf eine halbe Million Dollar festgelegt. Der Beamte, der die Schüsse auf Andrew Finch abgegeben hatte, wurde zunächst auf unbestimmte Zeit (bezahlt) beurlaubt.