Nach US-Bann: Huawei will erste Unternehmensteile verkaufen

Peter Hryciuk 19

Die US-Sanktionen und -Vorwürfe gegen den chinesische Konzern Huawei haben weitere Folgen. Das Unternehmen will sich jetzt von einem Konzernbereich trennen, da durch die Spionagevorwürfe die Auftragslage sehr schwer wurde. Folgen noch weitere Einschnitte?

Nach US-Bann: Huawei will erste Unternehmensteile verkaufen
Bildquelle: GIGA - Huawei P30 Pro.

Huawei will sein Seekabelgeschäft verkaufen

Laut den Informationen von Reuters möchte der Konzern sein Seekabelgeschäft an ein anderes chinesisches Unternehmen verkaufen. An dem 2009 gegründeten Unternehmen „Huawei Marine Systems“ hält Huawei 51 Prozent und hat bisher 50.000 Kilometer Unterseekabel verlegt. Durch die Spionagevorwürfe der USA gegen Huawei, die bisher noch nicht bewiesen wurden, ist es für „Huawei Marine Systems“ immer schwerer geworden, Aufträge zu erhalten. Der Name „Huawei“ ist also fast schon zu einer Last geworden und funktioniert nicht mehr verkaufsfördernd. Die Anteile von Huawei wird „Hengtong Optic-Electric“ übernehmen. Ein Preis wurde nicht genannt. Huawei wollte diesen Schritt auch nicht weiter kommentieren.

Für Huawei wird die Luft aktuell immer dünner. Wer eine schnelle Lösung im Konflikt zwischen den USA und China erwartet hat, in dem Huawei vom US-Präsidenten augenscheinlich als Spielball genutzt wird, dürfte spätestens jetzt klarer sehen. Der Konflikt wird sich wohl nicht so einfach lösen lassen, da offenbar weder die USA noch China zu den nötigen Kompromissen bereit sind. Angeblich soll China auch eine schwarze Liste in der Hinterhand haben. Der Handelsstreit zwischen den USA und China könnte also noch weiter eskalieren.

Huawei P30 Pro im Kamera-Vergleich mit der Konkurrenz:

Bilderstrecke starten
36 Bilder
Ultimativer Kamera-Vergleich: Huawei P30 Pro vs. Samsung Galaxy S10 Plus und Google Pixel 3.

Dieses Huawei-Handy war das meistverkaufte Smartphone in Deutschland *

Wie geht es nun mit Huawei weiter?

Sollte das US-Embargo gegen Huawei nicht in den kommenden Wochen aufgehoben werden und sich die USA und China im Handelsstreit einigen, dürfte es für Huawei sehr düster werden. Das Unternehmen soll angeblich schon die Smartphone-Produktion reduziert haben. Für neue Modelle soll eine Android-Alternative mit eigenem App-Store erscheinen. Ohne die Google-Apps und weitere Dienste dürfte es für Huawei im Westen aber schwer werden, an alte Erfolge anzuknüpfen. Deswegen geht Huawei aktuell auch nicht mehr davon aus, in diesem Jahr der größte Smartphone-Hersteller der Welt zu werden. Dieser Plan wurde durch die US-Regierung zerstört. Was haltet ihr von der Situation?

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung