Während 4K-Fernseher vor ein paar Jahren in deutschen Wohnzimmern noch so häufig anzutreffen waren wie Einhörner, findet man sie inzwischen immer häufiger in den Wohnwänden der Republik. Kein Wunder also, dass Netflix nun an den Schrauben seiner 4K-Inhalte dreht, was vor allem Nutzer mit schlechter Internetverbindung freuen dürfte. 

 

Netflix Serien & Filme: Angebot und Kosten des Streaming-Dienstes

Facts 

Netflix macht 4K-Streams kleiner: Datenverbrauch halbiert – und trotzdem besseres Bild?

Wer sich heutzutage einen neuen Fernseher zulegt, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Modell mit 4K-Display greifen. Kein Wunder, schließlich sind die Preise für die einstigen „High End“-Glotzen in den letzten Jahren regelrecht in den Keller gegangen. Selbst 4K-Modelle von namhaften Herstellern wie LG gibt es inzwischen schon für etwas mehr als 300 Euro zu kaufen.

Dass die Anzahl an 4K-Geräten in den Haushalten immer weiter zunimmt, ist auch Netflix bewusst. Die Eigenproduktionen des Streaming-Dienstes werden bereits seit einiger Zeit auch in Ultra HD angeboten, viele weitere Filme und Serien ebenfalls. Doch nicht alle Zuschauer können davon Gebrauch machen, da unter Umständen ihre Internetleitung zu schlecht oder der Datenverbrauch zu hoch ist.

Das soll sich in Zukunft jedoch ändern, wie Netflix in einem offiziellen Blogeintrag berichtet. Das Unternehmen ist gerade dabei, seine Bibliothek an 4K-Inhalten komplett neu zu codieren. Das angepeilte Ergebnis: Serien und Filme in Ultra HD, HDR und HFR (High Frame Rate) sollen im Schnitt rund 50 Prozent weniger Daten verbrauchen.

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Was ist eigentlich HDR und was hat es mit den unterschiedlichen Standards auf sich? Wir erklären es euch im Video: 

Was ist HDR? – TECHfacts

Wer jetzt Angst hat, dass sich diese Änderung auf die Qualität des Bildes auswirkt, kann beruhigt sein. Laut Netflix gibt es keine negativen Einflüsse auf die optische Bildqualität – das Gegenteil soll der Fall sein, wie Netflix an einigen Gegenüberstellungen eindrucksvoll unter Beweis stellt. Während der reingezoomte Bildausschnitt mit der herkömmlichen Methode („fixed ladder“) sehr detailarm und verrauscht wirkt, kann man beim zweiten Bild den Kronleuchter deutlich besser erkennen:

Gut Ding will Weile haben: 4K-Umstellung bei Netflix benötigt Zeit

Um die neue Technologie auf die 4K-Filme anzuwenden, kann Netflix aber nicht einfach nur einen Schalter umlegen – die Umstellung benötigt Zeit. Die Änderungen sollen nach und nach ausgerollt werden. Da man den kompletten Katalog an 4K-Inhalten umstellen will, dürfte sich der Vorgang etwas hinziehen. Netflix rechnet damit, dass die Änderungen in einigen Monaten abgeschlossen sind, danach möchte man die Technik auch bei HDR-Inhalten anwenden.

Robert Kohlick
Robert Kohlick, GIGA-Experte für Gaming-Hardware, -PCs und -Laptops.

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