Werden die neuen Navi-Grafikkarten wirklich zu heiß? AMDs Antwort ist überraschend

Robert Kohlick 14

Brandgefahr bei AMD – die neuen Navi-Grafikkarten des Herstellers brechen unter Last alle Temperatur-Rekorde. Sollte man sich aufgrund der hohen Hitzeentwicklung als Käufer nun Sorgen über die Lebensdauer seiner GPU machen? AMDs Antwort auf die Frage hält eine Überraschung bereit. 

Werden die neuen Navi-Grafikkarten wirklich zu heiß? AMDs Antwort ist überraschend
Bildquelle: AMD / Getty Images – Toa55.

AMD winkt ab: Hohe Temperaturen der Navi-Grafikkarten sind kein Grund zur Sorge

Anfang Juli etablierte AMD seine zwei heiß erwarteten Navi-Grafikkarten auf dem Markt: die Radeon RX 5700 und Radeon RX 5700 XT. Da bis vor Kurzem noch keine Custom-Modelle der beiden GPUs erhältlich waren, mussten potenzielle Käufer bislang auf ein Modell mit Referenzdesign zurückgreifen. Da diese jedoch ausschließlich mit einem einzigen Radiallüfter für Abkühlung des Grafikchips sorgen, erreichen die Betriebstemperaturen besagter Grafikkarten beinahe besorgniserregende Werte. Unter Last steigt die Durchschnittstemperatur immer weiter an und erreicht Spitzenwerte von knapp unter 100 Grad Celsius.

Nun hat sich AMD auf der offiziellen Webseite zu den vermeintlichen Problemen und erklärt, wodurch die hohen Temperaturen zustande kommen:

Mit der AMD Radeon VII haben wir eine verbesserte thermische Überwachung eingeführt, um die GPU-Leistung weiter zu optimieren. Wir haben auf dieser Grundlage mit den GPUs der Radeon-RX-5700-Serie aufgebaut und nutzen nun ein umfangreiches Netzwerk von Temperatursensoren, die über die gesamte GPU verteilt sind, um die Leistung als Reaktion auf granulare GPU-Aktivitäten in Echtzeit intelligent zu überwachen und anzupassen.

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Statt eines einzigen Temperatursensors setzt AMD also seit der Radeon VII mehrere Sensoren ein, die über dem gesamten Grafikchip verteilt sind, um zusätzliche Leistungspotenziale besser identifizieren zu können. Doch das ist nur die halbe Geschichte. So fährt AMD fort:

Anstatt eine Durchschnittstemperatur festzulegen, ab der die GPU gedrosselt wird, werden die Grafikchips der Radeon-RX-5700-Serie die Taktraten aggressiv weiter hochfahren, bis einer der vielen verfügbaren Sensoren die „Hotspot“-Temperatur von 110 Grad Celsius erreicht. Temperaturen von bis zu 110 Grad Celsius während des typischen Spielbetriebs werden erwartet und liegen innerhalb der Spezifikation.

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Die beiden neuen Navi-Grafikkarten von AMD behalten ihren Boost-Takt so lange bei, bis einer der Sensoren einen Messwert von 110 Grad Celsius erreicht. Erst dann werden sie gedrosselt.

Was sagt ihr zu AMDs Aussage, dass Betriebstemperaturen von bis zu 110 Grad Celsius vollkommen im Rahmen liegen? Würdet ihr euch wohlfühlen, wenn ihr wüsstet, dass euer Grafikchip solch hohe Temperaturen erreicht? Schreibt uns eure Meinung zum Thema gerne in die Kommentare.

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