Neuer Anschluss für Apple-Rechner: Was bringt USB4 für den Mac?

Holger Eilhard

Die nächste USB-Generation steht in den Startlöchern und wird auch bei Apples künftigen Geräten eine wichtige Rolle spielen. Was die neue Schnittstelle unter anderem für Mac-Nutzer bedeutet, erfahrt ihr hier.

USB4: Die Heirat mit Intels Thunderbolt

Mit USB4, dessen Spezifikation vom USB Implementers Forum (kurz USB-IF) in den vergangenen Stunden verabschiedet wurde, verdoppeln sich die von USB 3.2 bekannten Geschwindigkeiten. Ermöglicht wird dies durch die Integration von Intels Thunderbolt. Die meisten Nutzer eines aktuellen Mac sind bereits daran gewöhnt, dass diese beiden Technologien im selben Port vorhanden waren – mit Ausnahme der Besitzer des 12 Zoll großen MacBook, welches nur einen einzelnen USB-C-Anschluss ohne Thunderbolt 3 besaß.

Konkret bedeutet dies maximale Transferraten von nicht mehr nur 20 Gigabits pro Sekunde wie noch mit USB 3.2, sondern bis zu 40 Gbps mit USB4. Gleichzeitig setzt USB4 auch den USB-C-Stecker voraus, was über kurz oder lang dabei helfen wird, das neue Geräte immer seltener beispielsweise mit Micro-USB-Ports ausgestattet sind. Eine gute Nachricht also für diejenigen, die nur noch USB-C-Kabel mit sich herumtragen wollen.

USB4 wird aber weiterhin mit älteren USB-Geräten kompatibel sein. Geht es aber um Thunderbolt-3-Peripherie sieht die Situation etwas komplexer aus. So gilt Thunderbolt 3 nur als „optionale Fähigkeit“ von USB4, was bedeutet, dass Gerätehersteller ihre Hardware mit dem Standard testen müssen, um eine entsprechende Zertifizierung zu erhalten.

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USB4: Her mit den USB-Hubs

Eine Schwachstelle der aktuellen USB-C-Technologie sind die fehlenden USB-C-Hubs. Derzeit gibt es zwar eine Reihe von Docking-Stationen für den Mac, die USB-A-Ports, HDMI und andere Anschlüsse beherbergen, wer jedoch weiteres USB-C-Zubehör anschließen will, muss dafür einen Port im Notebook nutzen. Mit USB4 soll sich dies endlich ändern. Wie bei älteren USB-Standards können dann zukünftig mehrere USB-C-Geräte an einem Hub genutzt werden.

USB4-Geräte müssen des Weiteren das sogenannte Power Delivery unterstützen, was die Situation beim Laden von Geräten – egal ob kleine Powerbank oder stromhungriges MacBook Pro – weiter vereinfachen und standardisieren sollte. Die ersten Geräte mit USB4 werden für die zweite Jahreshälfte 2020 erwartet.

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