Zeitgleich zum Startschuss des neuen Raspberry Pi 4 mit 8 GB Arbeitsspeicher wurde auch ein neues Betriebssystem für den Einplatinencomputer vorgestellt. Auf diese Version haben die Fans zwar schon lange gewartet – die neue Software hat aber noch mit einigen Problemen zu kämpfen. 

Raspberry Pi OS mit 64-Bit-System: Beta-Version steht zum Download bereit

Seit vielen Jahren setzen die Entwickler von Raspbian auf ein 32-Bit-System – und das aus gutem Grund. Schließlich waren die Pis bis zur dritten Generation maximal mit 1 GB RAM bestückt. Mit dem Release des Raspberry Pi 4 änderte sich das jedoch. Der neue Pi wurde erst mit maximal 4, neuerdings sogar mit bis zu 8 GB Arbeitsspeicher angeboten.

Anwendungen, die mehr als 3 GB an RAM benötigen, werden vom 32-Bit-System Raspbian jedoch nicht unterstützt. Wer trotzdem solche Software verwenden wollte, musste bislang auf Alternativen wie etwa Ubuntu ausweichen, die bereits mit 64-Bit-Systemen arbeiten. Doch nun gibt es auch eine erste offizielle Beta-Version für das Raspberry Pi OS, die man sich kostenlos im Forum herunterladen kann.

Raspberry Pi 4 mit 8 GB RAM auf Reichelt anschauen

Die neuen Funktionen des Raspberry Pi 4 im Vorstellungsvideo:

Raspberry Pi 4: Das leistet der neue Mini-Rechner

Neues OS für den Raspberry Pi: Installation und Probleme

Bastler sollten sich vor der Installation über einige Dinge im Klaren sein. Das neue Betriebssystem kann etwa nur auf dem Raspberry Pi 3 oder dem neuen Raspberry Pi 4 installiert werden. Die Entwickler der Software empfehlen den Nutzern, das Image über das Raspberry Pi Imager Tool auf eine SD-Karte zu übertragen. Darüber soll sich das neue Betriebssystem dann auf dem Pi installieren und starten lassen.

Wie es sich für eine Beta-Version gehört, hat der aktuelle Build noch mit einigen Problemen zu kämpfen. So gibt es etwa noch keine Hardwarebeschleunigung für die Wiedergabe von Videos in VLC oder Chromium. Zudem wurden einige Libraries verschoben. Programme und Codes, die auf diese zurückgreifen, müssen entsprechend angepasst werden. Eine vollständige Übersicht aller bekannten Fehler finden Interessierte auf der offiziellen Seite.

Zum aktuellen Zeitpunkt spricht das Pi-Team keine offizielle Empfehlung für die Nutzung des 64-Bit-Systems aus. Allen Nutzern wird weiterhin dazu geraten, die 32-Bit-Version zu nutzen.