Neues MacBook Pro: Die verborgenen Überraschungen des Apple-Rechners

Holger Eilhard 2

Vor einigen Tagen präsentierte Apple eine neue Variante des 13-Zoll-MacBook-Pro, welches nun - wie die großen Brüder - unter anderem mit der Touch Bar ausgestattet ist. Doch neben dieser offensichtlichen Änderung am Äußeren hat Apple auch an den inneren Merkmalen des Notebooks geschraubt.

Neues MacBook Pro: Die verborgenen Überraschungen des Apple-Rechners
Bildquelle: GIGA.

Neues MacBook Pro bringt mehr als nur die Touch Bar

Das 13-Zoll-MacBook-Pro mit den klassischen Funktionstasten, liebevoll von manchen auch „MacBook Pro Escape“ genannt, ist Geschichte. Alle MacBook-Pro-Modelle, egal ob mit zwei oder vier Thunderbolt-Ports, sind nun ab Werk mit der Touch Bar ausgestattet. Das Anfang Juli präsentierte MacBook Pro 2019 mit 13-Zoll-Display und zwei Thunderbolt-Ports birgt aber noch mehr als nur den kleinen Display-Streifen, wie unter anderem ein Blick ins Innere von iFixit offenbarte.

So stellten die Kollegen beim Öffnen des MacBook Pro fest, dass Apple in dem neuen Modell unter anderem einen etwas größeren Akku verbaut. Anstelle des Modells mit 54,5 Wh im alten 13-Zöller bietet der Akku in der Version mit Touch Bar nun 58,2 Wh. Das ist sogar ein kleines bisschen mehr als bei dem teureren 13-Zoll-MacBook-Pro mit vier Thunderbolt-Ports – hier finden wir einen 58-Wh-Akku. iFixit spekuliert, dass diese Änderung aufgrund der Touch Bar, Touch ID und dem ebenfalls neu hinzugekommenen T2-Chip notwendig war, um dieselben Laufzeiten zu erreichen wie zuvor.

Mit der Integration des T2-Chips entfällt jedoch ein weiteres Stück der Modularität. Konnte man im Modell aus dem Jahr 2016 noch die SSD austauschen, ist diese nun fest auf dem Logic Board verlötet. Ein Aufrüsten des internen Speichers nach dem Kauf ist also nicht länger möglich.

Eine weitere Änderung im Vergleich mit dem alten Modell stellte man beim Blick auf den Lautsprecher fest. Diese sind laut iFixit deutlich geschrumpft, was möglicherweise die Soundqualität beeinflussen könnte.

Gute Nachrichten gibt es jedoch im Hinblick auf die problematische Butterfly-Tastatur. Apple hat dem neuen 13-Zöller die bereits im Mai erstmals vorgestellte Version spendiert. Die neue Generation des Schmetterlings-Keyboards soll nun endlich die bisherigen Probleme der hängenden oder sich wiederholenden Tasten lösen. Nichtsdestotrotz ist das neue 13-Zoll-MacBook-Pro Bestandteil des Tastatur-Reparatur-Programms.

Die Funktionen der Touch Bar im Überblick:

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

13-Zoll-MacBook-Pro: Schneller als gedacht

Beim ersten Blick auf die technischen Daten werden wohl einige Beobachter im Hinblick auf die Taktfrequenz der Intel-CPU ins stutzen kommen. So setzt Apple im neuen Modell auf einen Intel Core i5 (i5-8257U) mit nun vier Kernen, der mit 1,4 GHz getaktet ist. Zum Vergleich: Die CPU im Vorgänger taktete noch mit 2,3 GHz.

Die Befürchtung, dass dies jedoch einen deutlichen Rückschritt bedeutet, bewahrheiteten sich hingegen nicht, wie ein Test von Jonathan Morrison zeigt:

Neben den realen Tests in Final Cut Pro X und Compressor, die nicht zuletzt dank der HEVC-Optimierungen im T2-Chip eine deutliche Performancesteigerung zeigten, sind auch die Geekbench-Werte (via 9to5Mac) eine kleine Überraschung.

Mit 4.801 Punkten im Single-Core-Test und 17.122 Punkten in der Multi-Core-Disziplin liegt es nur knapp hinter dem 500 Euro teureren 13-Zoll-MacBook-Pro mit 2,4-GHz-CPU. Dies kommt auf 4.948 beziehungsweise 18.505 Punkte. Als weiterer Vergleich: Ein 15-Zoll-MacBook-Pro aus dem Jahr 2016 mit einem Core i7 mit 2,9 GHz kommt nur auf 4.217 und 14.159 Punkte.

Das neue 13-Zoll-MacBook-Pro stellt damit eine gute Alternative zu den teureren Modellen dar und muss sich aufgrund seiner Performance auch nicht verstecken. Ein großes Fragezeichen ist und bleibt jedoch die Tastatur. Erst die Zeit wird zeigen, ob Apples jüngste Änderungen die mittlerweile langjährigen Probleme endlich lösen können.

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