Logo und Schriftzug von Tesla sind heute ikonisch, der Name steht wie kein anderer für den Siegeszug der Elektromobilität. Doch die E-Autos hätten auch unter einem anderen Namen gebaut werden können, wie Elon Musk verrät. Hinter der Geschichte, wie Tesla zu Tesla wurde, steckt mehr.

 
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Von Faraday zu Tesla: Wie der E-Auto-Hersteller zu seinem Namen kam

Tesla ist in vielerlei Hinsicht eine absolute Erfolgsgeschichte. Der E-Auto-Pionier aus den USA ist in wenigen Jahren enorm gewachsen und zeitweise zum wertvollsten Automobilhersteller der Welt geworden. Vorher konnte man sich allerdings praktisch nur auf zwei Dinge berufen: eine angesagte Zukunftsvision (mit der zugehörigen Technik) und eine starke Marke. Wer heute den Namen Tesla hört, denkt in aller Regel sofort an E-Autos und erst viel später an den Forscher Nikola Tesla, nachdem man sich benannt hat.

Die Entscheidung für den Namen „Tesla Motors Inc.“ war kein Selbstläufer. Ein anderer Name war im Gespräch, wie Tesla-Chef Elon Musk kürzlich erklärte. Demnach war immer der Plan, sich nach einem bekannten Erfinder zu benennen. Alternativer Namenspate war Michael Faraday, heute vor allem bekannt als Namensgeber des Faradayschen Käfigs. Er gilt außerdem als einer der Erfinder des Elektromotors, während Nikola Tesla als einer der Erfinder der Drehstrommaschine – einer speziellen Form eines Elektromotors – angesehen wird (in beiden Fällen fanden viele Entwicklungen parallel statt, weshalb es heute schwierig ist, nur einen Urheber festzumachen).

Wie auch Nikola Tesla ist „Faraday“ – so der alternative Name des heutigen E-Auto-Bauers – also ein großer Name in der Wissenschaftsgeschichte. Aber warum überhaupt brauchte es einen alternativen Namen? Der Grund ist einfach: Die Rechte am Namen Tesla Motors waren bereits vergeben, wie Musk in einem Video verrät:

Ein teurer Name: „Tesla“ kostete Tesla 75.000 US-Dollar

Demnach hatte sich ein Mann aus Sacramento in Kalifornien schon zuvor die Rechte gesichert. Die Möglichkeit für Tesla sich Tesla nennen zu können, kostete die Firma laut Musk 75.000 US-Dollar – und einige Nerven, denn der Rechteinhaber habe ursprünglich nicht verkaufen wollen. „Ich habe den freundlichsten Kerl in der Firma geschickt um vor seiner Tür zu sitzen und nicht wieder zu gehen, bis er zugestimmt hatte an uns zu verkaufen“, so der Tesla-Chef.

Die Frage, ob Tesla auch unter dem Namen Faraday so erfolgreich geworden wäre, lässt sich natürlich nicht beantworten. So groß und wichtig der Name ist, gibt es doch mehr, was die Firma und ihre E-Autos ausmacht.